Kampagne gegen häusliche Gewalt

Wieso dieser kleine Junge Astronaut werden möchte

Im NCADV-Spot "Hero" hat der Wunsch, Astronaut zu werden, eine tiefere Bedeutung
© NCADV
Im NCADV-Spot "Hero" hat der Wunsch, Astronaut zu werden, eine tiefere Bedeutung
Eine von drei Frauen und einer von drei Männern werden innerhalb ihres Lebens Opfer physischer Gewalt, heißt es auf der Website der amerikanischen Organisation National Coalition Against Domestic Violence (NCADV). In dem bewegenden Spot "Hero" zeigt NCADV nun anhand einer autobiografischen Story, welche Auswirkungen häusliche Gewalt auf ein Kind haben kann, obwohl es sie selbst gar nicht erfährt. Dabei wird der eigentliche "Held" Papa zum Grund für den Sohn, aus der Realität zu flüchten.


Der einminütige Film erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen, der davon träumt, Astronaut zu werden. Zusammen mit seinem Vater baut er eine Rakete, seine Mutter setzt ihm einen Raumfahrer-Helm auf - eine scheinbar glückliche Familie. Doch es zeigt sich, dass der Traum des Sohns, ins Welltall zu fliegen, auch als Metapher gedeutet werden kann - für den Wunsch, allem zu entfliehen. Denn nicht alle Handlungen seines Vaters sind heldenhaft. Eine besondere Bedeutung hat der Spot für den Regisseur Noah Conopask. Die Geschichte hat er gemeinsam mit der NCADV autobiographisch verfasst. "Der Junge bin ich. Ich musste diesen Film machen. Kinder blicken zu ihren Eltern auf, selbst wenn sie es nicht wollen. Ich hoffe, dass ich Menschen erreichen kann, die auch auf diese Weise gebrochen und verletzt wurden oder die sich selbst so verhalten. Ich hoffe, ich kann sie dazu bewegen, nachzudenken und zu realisieren, welche Auswirkungen das auf ihr Kind, ihrer Familie und sich selbst hat", so Conopask.


Die zuständige Produktionsfirma des Films ist Chirp Films. Neben der Executive Producerin Laura Thoel zeichnet der Producer John Malina und der Sound Designer Gavin Little für "Hero" verantwortlich. bre


Themenseiten zu diesem Artikel:
stats