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Die Rückkehr des Colonels nach der Hühnchen-Krise

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Colonel Sanders zeigt sich kampfbereit
© KFC
Colonel Sanders zeigt sich kampfbereit
Das Jahr 2018 begann für Kentucky Fried Chicken mit einem Drama: Aufgrund von Lieferproblemen ging den KFC-Filialen in Großbritannien und Irland das Hühnchenfleisch aus, hunderte Filialen mussten vorübergehend schließen. Nun ist die Krise vorbei - und die Fast-Food-Kette demonstriert ihr Selbstvertrauen mit einem epischen TV-Spot.
Der 40-Sekünder beginnt mit dramatischen Szenen: KFC-Filialen, die entweder die Speisekarte reduziert haben oder gleich ganz geschlossen bleiben, ein Nachrichtensprecher, der vom Kampf des Unternehmens berichtet, Menschen, die durch die Scheiben eines ausgestorbenen Restaurants blicken. In Großbritannien und Irland gab es diese Szenen Ende Februar und Anfang März tatsächlich. Weil das für die Logistik zuständige Unternehmen DHL nicht genügend Hühnerfleisch liefern konnte, mussten im Königreich vorübergehend etwa die Hälfte der 900 Fillialen schließen.
Der "Hühnchen-Notstand" sorgte für einen veritablen Imageschaden und massive Umsatzeinbrüche. Nun will KFC zeigen, dass man gestärkt aus der Krise hervorgeht. Am Wochenende feierte ein neuer TV-Spot der Kette in zwei quotenstarken Formaten Premiere: Bei der Castingshow "Britain's Got Talent" und im Umfeld des Champions-League-Finales, in dem mit dem FC Liverpool ein englischer Club stand.


Nach der dramatischen Einleitung wird das Commercial zur Kampfansage: Colonel Sanders, Gründer und altehrwürdige Markenikone von KFC, marschiert entschlossenen Schrittes ins Bild, dazu werden immer wieder historische TV-Ausschnitte mit dem berühmten Unternehmer eingeblendet. Im Off sagt die Stimme des Colonels: "Meine Philosophie heißt: Nicht aufgeben. Auch in harten Zeiten habe ich immer mein Bestes gegeben. Und ihr werdet immer das Beste von mir zurückbekommen." Neben dem von der Agentur Mother kreierten TV-Spot (Produktion: Partizan, Regie: Radical Friend) schaltet KFC auch Printanzeigen und Out-of-Home-Werbung.

"Der Colonel ist zurück, und es ist auch Zeit", sagt Meghan Farren, CMO von KFC in Großbritannien und Irland. "Wir haben Anfang des Jahres eine schwierigen Phase durchgemacht, aber seine Werte, seine Philosophie und letztendlich sein Rezept haben uns alle überzeugt. Wir sind froh, zurück zu sein."
So entschuldigte sich KFC bei den britischen Kunden
© KFC
So entschuldigte sich KFC bei den britischen Kunden
Bereits kurz nach Ausbruch der Krise hatte KFC mit einer Print-Kampagne reagiert. Die Motive zeigten einen leeren Eimer für Hähnchenteile, auf dem die Buchstaben der Kette so verdreht wurden, dass sie sich wie eine Abkürzung für das Wort "Fuck" lasen. Im Text entschuldigte sich das Unternehmen bei den Kunden für die Probleme und bat sich um ihre Treue. Die Anzeige gewann anschließend zwei Pencils beim D&AD-Award. ire
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