Ein Tag ohne Whopper

Warum Burger King seine Kunden freiwillig zu McDonald's schickt

Mit #UnDíaSinWhopper sorgte Burger King in Argentinien für verdutzte Gesichter - und das für den guten Zweck
© Screenshot Youtube
Mit #UnDíaSinWhopper sorgte Burger King in Argentinien für verdutzte Gesichter - und das für den guten Zweck
Mit dem "McWhopper"-Case zum Weltfriedenstag hat Burger King vor zwei Jahren Werbegeschichte geschrieben und zahlreiche internationale Kreativpreise abgeräumt. In Argentinien zeigt der Fast-Food-Riese gemeinsam mit David Buenos Aires jetzt erneut, dass es zu besonderen Anlässen dem ärgsten Rivalen McDonald's sehr friedfertig gesinnt ist.
McDonald's und Burger King streiten in zahlreichen Märkten weltweit um die Vorherrschaft unter den Burger-Ketten - und das seit Jahrzehnten. Dass dabei im Marketing - Stichwort: vergleichende Werbung - gerne mit harten Bandagen gekämpft wird, ist nichts Neues. Burger King hat es in den vergangenen Jahren jedoch verstanden, einen komplett gegensätzlichen Weg einzuschlagen, Konkurrent McDonald's in der Werbung Friedensangebote gemacht - und so global einen riesigen positiven PR-Effekt erzielt.


Und genau diesen Kurs setzt die Marke jetzt in Argentinien fort: Gemeinsam mit der Kreativagentur David in Buenos Aires hat Burger King dort #UnDíaSinWhopper durchgeführt, einen ganzen Tag, an dem der Burgerbrater in allen 107 Filialen sein wohl größtes Aushängeschild - den Whopper - aus dem Sortiment warf. Wie der Casefilm dokumentiert, hat diese Maßnahme bei vielen Besuchern für überraschte Gesichter und Unverständnis gesorgt.

Doch die ganze Aktion hat einen guten Grund: Am 10. November ist der so genannte "McHappy Day". An diesem Tag spendet McDonald's seine gesamten Einnamen an die Kinderkrebshilfe. Also schickten die Burger-King-Mitarbeiter alle Gäste, die einen Whopper bestellen wollten, einfach zur nächsten McDonald's-Filiale und bat sie, dort zu essen. Ein cleverer Schachzug, der nicht nur die Kampagne des Rivalen für den guten Zweck unterstützen soll, sondern eben auch auf die Sympathiewerte der eigenen Marke einzahlt. Bei David in Buenos Aires zeichnen Joaquin Cubria, Ignacio Ferioli (Executive Creative Directors), Nicolás Zarlenga, Federico Plaza Montero (Creative Directors), Juan Pablo Tyrer (Copywriter), Johann Hotz (Art Director). Verantwortliche Produktionsfirma ist Landia, Regie führte Vero Vontt
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