DDB Brüssel

Ikea und das Geheimnis vom Bungeesprung ohne Seil

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Hat Ikea wirklich einen jungen Mann vom seillosen Bungeesprung überzeugt?
© Screenshot Youtube
Hat Ikea wirklich einen jungen Mann vom seillosen Bungeesprung überzeugt?
Für die meisten Menschen ist es Nervenkitzel pur: Ein Kopfübersprung in die Tiefe, sekundenlanger freier Fall, ehe ein Gummiseil den Sprung vor dem Boden abbremst. Dass Bungeejumping auch ohne das namengebende Seil möglich ist, ist eigentlich kaum zu glauben. Dock Ikea und DDB in Belgien wollen dieser Tage mit einem verblüffenden Online-Film das Gegenteil beweisen - und das aus gutem Grund.
Der rund dreiminütige Spot, der wie eine Dokumentation anmutet, präsentiert zunächst das Ziel des Stunts, der eine Kombination von Extremsport und Wissenschaft in einem irren Experiment sein soll. Dazu hat ein Forschungsteam ein magnetisches Feld aus vier sich abstoßenden Polen errichtet, das den Springenden, der ebenfalls mit einem magnetischen Anzug ausgestattet war, rechtzeitig abbremsen soll. Doch funktioniert das, was in der Theorie möglich erscheint, auch in der Praxis? In der Folge des Films lernt der Zuschauer Damien kennen, der sich offenbar bereit erklärt hat, tatsächlich den weltweit ersten Bungeesprung ohne Seil zu wagen. Nach einigen Tagen des Trainings und den konkreten Vorbereitungen ist es angerichtet - und Damien springt.


Was den Zuschauer 180 Sekunden lang mit cleverem Spannungsaufbau und einer fixen Idee gefesselt hat, ist am Ende aber doch einfach nur gut gemachte Werbung für ein Produkt: Mit dem natürlich gefakten Experiment bewirbt Ikea in Belgien nämlich seine Möbelserie, die dank der Qi-Technologie das kabellose Laden von Smartphones möglich macht. Das schwedische Unternehmen hatte die innovativen und dabei doch überraschend preisgünstigen Tische und Lampen bereits im März auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt, seit April sind sie in den Märkten erhältlich - und Ikea machte seinem Ruf, dem Kunden mit seinen Produkten echten Nutzen zu bringen, mal wieder alle Ehre. Dass jetzt auch noch die Werbemaßnahmen für die "Wireless Collection" gelingen, passt da nur ins Bild. Bei DDB in Brüssel zeichnen Peter Ampe (Creative Director), Tim Arts und Stefan van den Boogaard (Creation) verantwortlich. Produziert wurde der Film von Rococo, Regie führten Jan & Raf Roosens. tt
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