Clone Rival

Castrol lässt Rennfahrer gegen ihren virtuellen Klon antreten

In der Kampagne wurden Rennfahrer von ihren virtuellen Klonen gejagt
© Castrol
In der Kampagne wurden Rennfahrer von ihren virtuellen Klonen gejagt
"Er kann sich eigentlich nur selbst schlagen" ist ein im Sport häufig bemühtes Bonmot. Castrol hat den Spruch nun wörtlich genommen: In der spektakulären Online-Kampagne "Clone Rival" treten zwei Rennfahrer gegen eine virtuelle Version ihrer selbst an.
Darren Turner ist im Motorsport ein großer Name: Bereits zweimal konnte der Brite das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewinnen. Der 42-Jährige ist außerdem einer von sieben Fahrern weltweit, der für den Supersportwagen Aston Martin Vulcan ausgebildet wurde. Einen Teufelskerl wie Turner auf der Strecke zu bezwingen, ist kein einfaches Unterfangen. Wer könnte ihn wohl besser schlagen, als er selbst?


Unter dieser Prämisse bat Castrol Turner in einen originalgetreuen Simulator und programmierte die berüchtigte Rennstrecke von Ascari in Spanien in den Computer ein. 10 virtuelle Runden waren zu absolvieren, wobei der Simulator laut Castrol Motor, Strecke und körperliche Belastung täuschend echt darstellen konnte. Vor die gleiche Herausforderung wurde auch Christoffer Nygaard gestellt. Der Testfahrer des schwedischen Herstellers Koenigsegg saß in einem virtuellen One:1, von dem es weltweit nur sechs Modelle gibt.
Wenig später absolvierten beide Piloten die Fahrt auf der echten Strecke und saßen dabei in ihren High-End-Rennautos. Dabei wurde ihnen auf einem Heads-up-Display ihre Fahrt aus dem Simulator eingespielt - was die Fahrer zu zusätzlichem Ehrgeiz anstachelte, wollten beide in der Realität doch schneller unterwegs sein als auf der virtuellen Rennstrecke. "Ich habe mich selbst viel härter angetrieben, als ich es wahrscheinlich gegen einen anderen Rivalen tun würde. Es hat sich unglaublich gut angefühlt, meinen digitalen Klon zu schlagen, auch wenn ich nur knappe 0,8 Sekunden schneller war", so Nygaard hinterher.
Die Online-Videos, die über Youtube und soziale Netzwerke verbreitet werden, sollen den Verkaufsstart von Castrols Motoröl Edge Superstar begleiten. Die Kampagne steht jedoch nicht nur für das Schmiermittel, sondern ist auch ein gutes Beispiel für Datenvisualisierung. Was in diesem Bereich für die Automotive-Branche möglich ist, zeigte vor einigen Jahren Honda mit der Kampagne "Sound of Ayrton Senna", die 2014 einen Grand Prix in Cannes gewann.

Die Idee zu "Clone Rivals" hatte die Londoner Agentur The Brooklyn Brothers. Regie führte Jako von Annex Films London, die Postproduktion besorgte The Mill mit Design Director Tom Wansbrough-Jones. ire
stats