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Skydiver Luke Aikins springt für Mondelez aus 7620 Metern - ohne Fallschirm

Skydiver Luke Aikins springt ohne Fallschirm in die Tiefe
© Screenshot Youtube
Skydiver Luke Aikins springt ohne Fallschirm in die Tiefe
Felix Baumgartner lässt grüßen: Der Extremsportler Luke Aikins sprang am Sonntag in 7620 Metern Höhe aus einem Flugzeug - und das ohne Fallschirm. Bei dem waghalsigen Stunt handelt es sich um eine Branded-Content-Aktion von Mondelez, ähnlich wie der "Stratosphärensprung" von Red Bull im Jahr 2012.

25.000 Fuß oder 7620 Meter - das ist nur etwa 1200 Meter niedriger als der Gipfel des Mount Everest. Aikins' freier Fall über der südkalifornischen Wüste nahe Los Angeles dauerte etwas mehr zwei Minuten. Nach gut 2000 Metern nahm Aikins sein Sauerstoffgerät ab und reichte es drei Fallschirmspringern, die ihn zunächst begleiteten. Am Ende landete der Extremsportler sicher in einem Netz. Aikins trug dafür nicht einmal einen Wingsuit, der ihm das Steuern erleichtert hätte. Einen derartigen Sprung hatte vor ihm noch niemand gewagt.



Bei dem Stunt handelt es sich um eine Branded-Content-Aktion von Mondelez für die Kaugummi-Marke Stride (siehe Promo-Video unten). Der Lebensmittelhersteller hat sich seit geraumer Zeit auf die Fahnen geschrieben, häufiger Inhalte in Zusammenarbeit mit Medienunternehmen zu kreieren. Das ist Teil eines neuen "New Media Monetization Model", das der Konzern vor wenigen Monaten präsentierte und nun Schritt für Schritt umsetzt. Für die Skydiver-Aktion kooperierte Mondelez mit dem US-amerikanischen Fox-Netzwerk, wo der waghalsige Sprung live übertragen wurde. Die Show "Heaven Sent" warb dabei für die neuen "Mad Intense"-Geschmäcker der Kaugummi-Marke. Zuvor wurden bereits andere Branded-Content-Aktionen gestartet: Mit BuzzFeed werden konzerneigene Nahrungsmittel und Kochrezepte auf Plattformen wie "Tasty" integriert, für die Keksmarke Oreo wurde ein Branded Game aufgesetzt.

Grund für diese Strategie sei, dass Aufmerksamkeit heutzutage so schwierig zu generieren sei wie noch nie. "Das alte Modell der Unterbrecher-Werbung wird irrelevanter", sagt Laura Henderson, Global Head of Content und Media Monetization. "Indem wir Content erzeugen, den Menschen schauen möchten, können wir den ROI verbessern und unsere Media-Spendings nachhaltiger gestalten."
Das Skydiver-Projekt wäre übrigens beinahe gescheitert. Der Rekordsprung war seit zwei Jahren geplant gewesen, aber kurz vorher hatte es plötzlich noch eine Hürde gegeben. Die Gewerkschaft der Hollywood-Schauspieler verlangte zwei Tage vor dem Wagnis, dass Aikins einen Fallschirm trägt - etwas, was seinen Sprung wegen des zusätzlichen Gewichts gefährlicher gemacht hätte, wie Aikins vor dem Sprung in der Live-Sendung sagte. Er kündigte dann an, dass er den Schirm nicht öffnen werde. Aber in letzter Minute zog die Gewerkschaft ihren Widerspruch zurück, und Aikins legte den Fallschirm ab. ron (mit dpa-Material) 


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