Kirsten Dunst

Ein Hollywoodstar und die Absurdität der Selfie-Kultur

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Kirsten Dunst wird Selfie-Opfer
© VS. Mag / Screenshot Youtube
Kirsten Dunst wird Selfie-Opfer
Autogramme haben ausgedient, heute gibt es Selfies. Kritzelten Prominente ihre Unterschrift früher auf ein hastig hingehaltenes Stück Papier, müssen sie heute gemeinsam mit ihren Fans massenhaft für Smartphone-Schnappschüsse posieren. Welche absurden Blüten dieses Treiben entfalten kann, beweist nun Iconoclast-Regisseur Matthew Frost in einem Spot für das Modemagazin "Vs.": Darin wird Hollywood-Schauspielerin Kirsten Dunst das Opfer von zwei Selfie-geilen Digital Natives.
"Aspirational", so der Titel des zweieinhalbminütigen Films, kommt dabei nicht wie ein Werbespot rüber. Selbst Mode spielt keine erkennbare Rolle. Im Mittelpunkt steht allein die Story: Während sie auf ihre Uber-Mitfahrgelegenheit wartet, wird Dunst von zwei jungen Damen erkannt und angesprochen. An der Schauspielerin, immerhin Hauptdarstellerin in Blockbustern wie "Spider Man", haben die beiden aber offenkundig überhaupt kein Interesse. Sofort werden die Smartphones gezückt und ein Selfie nach dem anderen geschossen. Mit ihr reden? I wo. Aber auf Instagram getaggt zu werden wäre echt cool! Für so viel Banausentum hat Dunst nur noch ungläubige Blicke übrig.


Auch wenn die Story sehr übertrieben daherkommt: Für viele Prominente ist derartiges Fanverhalten sicher Alltag. Dass Selfies aber auch auf andere Weise zum Problem werden können, mussten zahlreiche Stars kürzlich schmerzvoll am eigenen Leib erfahren, als hunderte, teilweise selbst geschossene Nacktfotos den Weg an die Öffentlichkeit fanden. Eines der Opfer: Kirsten Dunst. ire
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