Adidas-Kampagne

Suarez, Bale, Benzema und Rodriguez stellen sich den Neidern

"Beißer" Luis Suarez ist einer der Stars in der neuen Fußball-Kampagne von Adidas
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"Beißer" Luis Suarez ist einer der Stars in der neuen Fußball-Kampagne von Adidas
Sie gehören zu den besten Fußballern der Welt - doch ihre extrovertierte und unkonventionelle Art kommt nicht bei jedem gut an. Entsprechend groß ist die Zahl derjenigen, die Luis Suarez, Karim Benzema, Gareth Bale und James Rodriguez ihren Erfolg nicht gönnen. Doch die Star-Kicker ziehen aus dem Neid anderer nur noch mehr Stärke, so die Botschaft der neuen Fußball-Kampagne von Adidas.
Nicht selten spornen die Pfiffe gegnerischer Fans Fußballer erst so richtig an. Wenn sie dann neben dem Platz auch noch tolle Autos fahren und hübsche Frauen haben, wachsen Neid und Hass ins Unermessliche. Diese Story von den Begleiterscheinungen des Starruhms erzählt Adidas unter dem Motto "There Will be Haters" in einem 75-sekündigen Online-Film (Kreation: Iris), der für die neue Adidas-Fußballkollektion um die Modelle f50, Predator, Nitrocharge und 11pro wirbt.


Doch manch ein Profi vergrößert dann durch sein Verhalten auf dem Platz dieses Phänomen auch noch. Bestes Beispiel: Luis Suarez, einer der Protagonisten in der Kampagne. Der Uruguayer trägt spätestens seit der vergangenen Weltmeisterschaft den Spitznamen "Beißer", weil er beim Spiel gegen Italien seinem Gegenspieler Giorgio Chiellini in die Schulter biss.

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Trotz Adidas-Rückzieher

Suarez-Plakat wird in Brasilien zur Touristenattraktion

Mit seiner WM-Kommunikation will Adidas dieses Jahr bewusst provozieren - Luis Suarez Beißattacke gegen den Italiener Giorgio Chiellini ging dem Sportartikler dann aber doch zu weit. Der Konzern plant erstmal keine weiteren Marketingaktionen mit dem Nationalspieler aus Uruguay. Ein mittlerweile zurückgezogenes Plakat war in Brasilien zwischenzeitlich zur Touristenattraktion geworden, wie ein BBC-Video dokumentiert.

Im Netz wurde die Aktion schnell ein Hit - Suarez jedoch musste für seine Beiß-Attacke schwer büßen: die Fifa sperrte ihn nach der WM für vier Monate. Und auch Werbepartner Adidas rüffelte sein Testimonial für die unfaire Aktion. Dennoch hielt der Sportartikler zu Suarez - und spätestens mit der aktuellen Kampagne wird klar, dass der Stürmer des FC Barcelona auch mit seiner teilweise rabiaten Art weiterhin ein wertvolles Werbegesicht für die Herzogenauracher bleibt. ire
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