Abkehr von den Bikini-Models

Carl's Jr. feiert die Rückkehr zu den fleischigen Wurzeln

Carl's Jr. dreht seine Werbung mit der neuen Kampagne auf links
© Screenshot Youtube
Carl's Jr. dreht seine Werbung mit der neuen Kampagne auf links
Kaum eine Marke stand so lange für vollbusige Werbung wie die US-amerikanische Fastfood-Kette Carl's Jr. Doch damit ist jetzt erst einmal Schluss. Nachdem jahrelang Testimonials wie Kate Upton, Kim Kardashian-West, Charlotte McKinney und Paris Hilton leicht bekleidet für die fleischigen Versuchungen von Carl's Jr. warben, besinnt sich die Marke in der Kommunikation jetzt wieder auf ihre Wurzeln - und inszeniert sich als Pionier unter den Burgerbratern.
In dem dreiminütigen Kampagnenfilm bricht Carl's Jr. voller Selbstironie mit seiner bisherigen - und nicht zuletzt aufgrund der Werbung umstrittenen - Markenpositionierung und erzählt dazu die Geschichte des fiktiven Firmengründers Carl Hardee Sr. (der Name ist eine Mischung aus dem Markennamen Carl's Jr. und dem Namen des Mutterkonzerns Hardee's Food Systems). Der beendet in dem witzigen und mit viel Liebe zum Detail umgesetzten Online-Clip voller Überzeugung und Tatendrang die "Schreckensherrschaft" des eigenen Sohnes und lässt im Headquarter der Kette wieder Seriosität einkehren. Ziel: Die Qualität der eigenen Burger wieder mehr in den Vordergrund zu rücken.


Dabei ist das Ganze nicht bloß eine spaßige Markenstory von Leadagentur 72 And Sunny. Tatsächlich geht mit der Kampagne eine Neuausrichtung der Marke einher. Und die kommt rechtzeitig. Schließlich folgten die Spots in den letzten Jahren stets der selben Mechanik und ließen zuletzt viel an Kreativität vermissen. In Zeiten, in denen viele Marken starke Statements für Feminismus setzen, war es für Carl's Jr. aber vor allem an der Zeit, sich von der nicht mehr zeitgemäßen werblichen Ausrichtung zu lösen - und Schluss zu machen mit den dumpfen Bikinigirls. tt
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