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In einer umgebauten BMW Isetta gelingt die Flucht aus der DDR
BMW
30 Jahre Mauerfall

BMW und die wahre Geschichte einer DDR-Flucht mit einer Isetta

In einer umgebauten BMW Isetta gelingt die Flucht aus der DDR
In gut vier Wochen jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal. BMW und Jung von Matt erzählen deshalb zum Tag der Deutschen Einheit eine hochemotionale Geschichte: "The Small Escape" beruht dabei auf einer wahren Begebenheit. Im Inneren einer BMW Isetta gelingt einem Mann die Flucht aus der DDR. Es ist ein Kinofilm im Miniformat über Ingenieurskunst, Einfallsreichtum, Mut und Freiheit durch Mobilität. Und einfach großartiges Storytelling.
von Michael Reidel Mittwoch, 02. Oktober 2019
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Es sind hochemotionale Bilder aus einer düsteren Zeit. Zwei Freunde, die einander helfen wollen. Die geheimen Vorbereitungen, um einen Menschen über die innerdeutsche Grenze zu schmuggeln. Stundenlange Tüfteleien. Die bedrückende, nächtliche Szenerie eines DDR-Grenzübergangs mit Mauerstreifen macht die Angst greifbar. Und am Ende steht die Freiheit. Das ist ganz großes Kino mit vielen Gänsehautmomenten.
Doch dahinter steht nicht Hollywood, sondern BMW. Der Münchner Premiumhersteller erzählt seit heute Nacht gemeinsam mit Jung von Matt einen authentischen Thriller, mit starken Bildern und einer noch stärkeren Geschichte.


1964 verhalf Klaus-Günther Jacobi seinem Freund Manfred Koster in einer umgebauten BMW Isetta zur Flucht aus der DDR. Jacobi, der heute als Touristenführer im Mauermuseum an der Berliner Friedrichstraße arbeitet, ersann den Plan, Koster im Innern des 2,30 Meter langen und 1,40 breiten Motocoupé über die Grenze in Berlin zu bringen. Um Mitternacht im Mai, kurz vor Schließung des Grenzübergangs an der Bornholmer Brücke, war es soweit. Die Hoffnung der beiden, eine Isetta würde niemand als einen Fluchtwagen identifizieren, erfüllte sich. Die Vorbereitungen, die bangen Minuten, die Ängste aufzufliegen, die Erleichterung - all das spiegelt der Film im Stile großer cineastischer Werke wider. Das ist die Leistung von Regisseur Alex Feil, Kameramann Khalid Mohtaseb, Szenenbildner Erwin Prib und der Produktionsfirma Tempomedia mit Sitz in Berlin. Sie hatten mit Requisiten, Kostümen, Fahrzeugen und Straßenansichten ein originalgetreues Abbild des Berlins der 1960er-Jahre in Budapest entstehen lassen.
„Die bewegende Fluchtgeschichte mit Hilfe der BMW Isetta ist auch sinnbildlich dafür zu sehen, welch unschätzbaren Wert Autos und die Möglichkeit der individuellen Mobilität haben können“
Jens Thiemer, BMW
Jens Thiemer will mit dem Film den Antrieb und den Mut der Menschen würdigen, die diese erfolgreiche Flucht ermöglicht hatten. "Autos haben den Menschen seit ihrer Erfindung Freiheit und Selbstbestimmtheit gebracht. Autos bringen Menschen zusammen. Dies sollte man bei der aktuellen Debatte immer auch im Blick haben", sagt der Leiter Markenführung BMW. Und weiter: "Die bewegende Fluchtgeschichte mit Hilfe der BMW Isetta ist auch sinnbildlich dafür zu sehen, welch unschätzbaren Wert Autos und die Möglichkeit der individuellen Mobilität haben können – es geht um Freiheit, Unabhängigkeit und Träume."

Damit das viele Menschen nachempfinden können, ist der Film in unterschiedlichen Längen in den sozialen Netzwerken und im TV zu sehen. Zudem erzählt BMW die Geschichte von Jacobi und Koster ausführlich auf der eigenen Homepage. Bereits seit ein paar Tagen hatte die Marke unter anderem auf Instagram und Facebook auf "The Small Escape" aufmerksam gemacht.


Und in der deutsch-deutschen Historie spielt die Isetta noch weitere Rollen. Zwar hatte Jacobis BMW Isetta nur einen Einsatz als Fluchtauto. Doch acht weiteren Menschen gelang ebenfalls in einer umgebauten Isetta die Flucht aus der DDR. Gewürdigt wird die Rolle der Knutschkugel daher schon seit längerem im Berliner Mauermuseum. Dort, wo Jacobi heute noch seine Geschichte erzählt. Zur Erinnerung und zur Mahnung. mir
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