Veranstaltungswirtschaft

Positive Signale bleiben aus

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Die Veranstaltun.gswirtschaft hatte auf positive Signale gehofft.
© #AlarmstufeRot / Wolfgang Schaper
Die Veranstaltun.gswirtschaft hatte auf positive Signale gehofft.
Die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am 22. März sorgen erneut für erhebliche Frustration in der Veranstaltungswirtschaft.

 „Wir müssen immer stärker den Eindruck gewinnen, dass es schlicht keinen politischen Willen zum Handeln gibt“, sagt Tom Koperek, Initiator der #AlarmstufeRot ernüchtert. Statt der in Aussicht gestellten weiteren Öffnungen rudere die Politik zurück, getrieben von Inzidenzen und kurzfristigen Handlungshorizonten zurück. Auch Jörn Huber, Vorsitzender des Famab Kommunikationsverband macht aus seinem Frust keinen Hehl: „Niemand würde ernsthaft versuchen, ein Unternehmen im Zweiwochentakt zu steuern. Wir als Wirtschaftszweig sind jedoch politisch dazu gezwungen, unsere Maßnahmen, Visionen und Hoffnungen von MPK zu MPK aufrechtzuerhalten oder zu verwerfen. Dabei bräuchte unsere Branche vor allen anderen nun endlich ein verbindliches Signal aus der Politik. Unsere Produkte und Dienstleistungen lassen sich nun mal nicht zwischen zwei MPKs planen oder gar umsetzen.“


Statt einer möglichen Perspektive müsse die Veranstaltungswirtschaft aufs Neue hinnehmen, dass der seit über einem Jahr bestehende Lockdown nun weiter verlängert wird. Dann müsse die Regierung aber endlich die Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass die finanziellen Rettungsmittel im sechstgrößten Wirtschaftszweig mit einer Million Beschäftigten ankommen. Dies beinhaltet definitiv auch ein Überbrückungsprogramm IV. Das Veranstaltungsverbot drohe noch zu bestehen, wenn Bundestag und –regierung sich in die parlamentarische Sommerpause, in den Wahlkampf und in die Regierungsbildungsphase verabschieden. Beschlüsse sind dann auf lange Zeit nicht zu erwarten, so die Interessenvertretung.

Trotz der in den zurückliegenden Tagen ansteigenden Inzidenzen waren die Beschlüsse der MPK in der Veranstaltungswirtschaft mit Spannung erwartet worden. Die vom Sektor seit Monaten geforderte Einbeziehung von Schnell- und Selbsttests in Verbindung mit ausgereiften Hygienekonzepten hätte eine vorsichtige Wiederzulassung von Veranstaltungen ermöglicht. Zusätzlich wurde im Rahmen unterschiedlicher Studien das überaus geringe Risiko nachgewiesen, dem Teilnehmer von Veranstaltungen begegnen. Tom Koperek: „Wir sind maßlos enttäuscht von den Ergebnissen. Die Branche muss sich nicht vorwerfen, nicht alles in ihrer Macht Stehende getan zu haben, um der Regierung gute Gründe für einen sicheren Neustart zu geben.“

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