Mehr Performance

Messehallen werden wandlungsfähiger

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Macht aus Messehallen Bühnen oder Arenen: das neue Tribünensystem der Hamburg Messe und Congress
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Macht aus Messehallen Bühnen oder Arenen: das neue Tribünensystem der Hamburg Messe und Congress
Individuell gestaltete Veranstaltungsformate auf dem Hamburger Messegelände werden künftig leichter zu realisieren sein.

Ein mobiles Tribünensystem macht aus einer Halle schnell eine Arena – oder was sonst so gefragt ist. Vollständig aufgebaut bietet das neue, 3,8 Millionen Euro teure Invest Sitzplätze für 4.332 Personen. Damit ergänzt die Hamburg Messe und Congress (HMC) ihr eigenes Angebot und schließt Lücken im Konzert- oder Sportstättenangebot der Freien und Hansestadt Hamburg. Insgesamt zwölf Elemente mit je 361 Plätzen und einem Gewicht von 26 Tonnen pro Stück stehen ab sofort zur Verfügung. Sie waren zwischen Februar und Juni 2022 in einem Werk in Slowenien gefertigt und anschließend in 52 LKW-Ladungen zur gut zweimonatigen Endmontage nach Hamburg gebracht worden. Das System punktet mit geringem Lagerplatzbedarf sowie deutlich kürzerer Aufbauzeit gegenüber Gerüsttribünen. Unbenutzt und eingefahren können die Stahlkonstruktionen mit Bodenbelägen aus Holz und Linoleum sowie gepolsterten Sitzen auch während einer Messe platzsparend entlang der Hallenwände geparkt werden. Der Auf- beziehungsweise Abbau wird jeweils einen Tag in Anspruch nehmen. Eine Gerüsttribüne gleicher Größe würde fünf Auf- und dreieinhalb Abbautage benötigen. Aktuell wird ein halbes Dutzend HMC-Mitarbeitende sowie die etwa gleichgroße Stammcrew eines externen Partnerunternehmens im Umgang mit dem System geschult. Bernd Aufderheide, Vorsitzender der HMC-Geschäftsführung, zeigt sich begeistert: „Zeitlich kommen die Tribünen genau richtig, denn wir erleben aktuell einen deutlichen Wandel im Veranstaltungsbereich – hin zu großen Bühnen, zu mehr Performance.“

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