Expo 2020

Deutscher Pavillon fast fertig

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So soll er aussehen, wenn er fertig ist: Campus Germany - der Deutsche Pavillon auf der Expo in Dubai.
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So soll er aussehen, wenn er fertig ist: Campus Germany - der Deutsche Pavillon auf der Expo in Dubai.
Im Themengebiet „Nachhaltigkeit“ und sehr zentral wird sich die Bundesrepublik Deutschland auf der Weltausstellung in Dubai mit dem „Campus Germany“ präsentieren. Das Grundstück des Deutschen Pavillons liegt prominent am Hauptweg der Expo in direkter Nachbarschaft zum Gastgeber, dem Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate, und dem Al Wasl Plaza, dem Herzstück des Expo-Geländes.
Das Vollenden der konstruktiven Bauarbeiten in Sichtweite, kommt sie der Fertigstellung des repräsentativen Auftritts ein großes Stück näher. Seit August 2019 waren täglich durchschnittlich 166 Bauarbeiter auf der Baustelle und errichteten den Deutschen Pavillon unter der Leitung der Baufirma Nüssli Adunic. Für Dietmar Schmitz, Generalkommissar des Deutschen Pavillons auf der Expo, gehörten die Bauarbeiten zu den schwierigsten. „Wir sahen uns mit Herausforderungen konfrontiert, die wir niemals mit einkalkuliert hätten“, sagt er. Um eine Verbreitung der Corona-Pandemie auf dem Expo-Gelände zu verhindern, unterliegen die Bauarbeiten strengen Schutzmaßnahmen.
„Connecting Minds, Creating the Future“ ist das Motto der Expo 2020 Dubai, untergliedert in die drei Bereiche Nachhaltigkeit, Mobilität und Chancen.
„Mit seiner beeindruckenden Architektur und seinem faszinierenden, spannenden Programm wird der Campus Germany einen wichtigen Beitrag zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Millionen von Besuchern der Expo leisten", ist sich Omar Shehadeh, Chief International Participants Officer der Expo 2020 Dubai sicher.
Verantwortlich für die Organisation und Durchführung des Deutschen Pavillons ist die Koelnmesse. Deren Chef Gerald Böse freut sich über den „äußerst erfolgreichen Verlauf der Bauphase“, gehört der Länderpavillon mit zu den ersten großen, deren konstruktive Bauarbeiten bereits so weit fortgeschritten sind. Auch wenn die Architektur durch die Baupläne sehr vertraut ist, „ist es noch einmal besonders beeindruckend, die erfolgreiche Realisierung zu sehen“ - und darin bereits das Konzept zu erkennen, das auf das Thema Nachhaltigkeit zielt. Die wurde bereits bei Planung und Entwurf des Pavillons durch das Berliner Architekturbüro LAVA (Laboratory for Visionary Architecture) mitgedacht: Der Pavillon erschafft Räume mit so wenigen Bauteilen und -materialien und so geringer Gebäudemasse wie möglich. „Im Entwurf für den Deutschen Pavillon wird das Gebäude selbst auf vielfache Weise zum Exponat“, , erläutert Christian Tschersich, verantwortlicher Architekt bei LAVA. Ein offenes und vielfältiges Ensemble aus einzelnen Kuben beherbergt die Ausstellung und umschließt zugleich ein großzügiges Atrium.
Die Außenhülle des Pavillons zwischen den Kuben tritt gestalterisch zurück und wird in einer Kombination aus zu öffnenden Glaselementen und ETFEMembran ausgeführt. Sie entwickelt damit das Konzept einer Hybridfassade, die nach Bedarf zu öffnen und zu schließen ist. Das Konzept des „atmenden“ Gebäudes ist ein Beispiel, wie der Entwurf funktionale Anforderungen mit Umgebungsfaktoren und klimatischen Aspekten verbindet. Die Kubatur des Gebäudes und das rahmende Dach reduzieren als passive Energiesparmaßnahmen die direkte Sonneneinstrahlung und das Aufheizen des Gebäudes.
Während die Hülle des Pavillons steht, beginnt nun die heiße Phase für den Innenausbau und die Ausstellung, für die die Kölner Agentur Facts & Fiction betraut ist. Das Team der Koelnmesse wird den Pavillon am 1. August übernehmen. Nach dem Einzug des Kernteams im August folgen am 1. September rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Expo 2020 Dubai wird am 1. Oktober 2021 öffnen und bis 31. März 2022 dauern. An der ersten Weltausstellung im arabischen Raum nehmen 190 Staaten teil.
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