Wunderman Central Europe

CEO Joachim Bader geht, Larissa Pohl wird Deutschlandchefin

Larissa Pohl rückt an die Spitze von Wunderman in Deutschland
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Larissa Pohl rückt an die Spitze von Wunderman in Deutschland
Bei der Digitalagentur Wunderman gibt es einen Wechsel an der Spitze. Joachim Bader, bislang CEO für den deutschsprachigen Raum, verlässt die WPP-Tochter. Neue Deutschlandchefin wird Larissa Pohl. Die frühere JvM-Vorstandsfrau ist seit Mitte Oktober 2018 als Chief Strategy Officer an Bord. Jetzt übernimmt sie die Führung, wenn auch zunächst auf Interimsbasis.
Offiziell wird der Weggang von Bader damit begründet, dass die von ihm geführte Region Central Europe in der neuen Struktur bei Wunderman nicht erhalten bleibt. Womöglich hatten sich die Verantwortlichen um die weltweite Chefin Mel Edwards aber auch mehr von dem 50-Jährigen versprochen - denn Deutschland-CEO wird jetzt nicht er, sondern Pohl. Inwieweit es entsprechende Überlegungen schon bei ihrer Verpflichtung als Strategiechefin gab, ist nicht bekannt. Unter der Leitung von Pohl hatte die Agentur zuletzt den CRM-Etat von Telefónica für die Marken O2 und Blau gewonnen.


Bader stand seit Herbst 2016 als Nachfolger von Ricardo-José Vybiral an der Spitze von Wunderman Central Europe. Er kam damals von Sapient, wo er als Vice President für Kontinentaleuropa zuständig war. 2007 hatte er die Mobile-Agentur Clanmo gegründet, die später von Sapient übernommen wurde. "Ich bedanke mich bei Joachim für die entscheidende Rolle, die er in der Reorganisation und dem Wachstum des Central Europe Geschäfts gespielt hat. Wir sind sehr glücklich, dass wir Larissa als Interims-CEO für Deutschland bestätigen können und freuen uns auf den positiven Effekt, den sie haben wird", so Global CEO Mel Edwards.

Die neue Wunderman-Deutschlandchefin Pohl war von 2015 bis 2018 im Vorstand von Jung von Matt für das Ressort Strategie verantwortlich. Davor arbeitete sie in Führungspositionen bei der deutschen Ogilvy-Gruppe und bei der Agentur WOB. Auf Pohl kommt eine größere interne Reorganisation zu. Die Muttergesellschaft WPP hat beschlossen, die Networks Wunderman und J. Walter Thompson zusammenzulegen. Wie diese Fusion im deutschen Markt umgesetzt wird, ist noch nicht bekannt. In Deutschland spielte JWT zuletzt so gut wie keine Rolle mehr. Einzig das Büro in Düsseldorf war als Teil des für Mazda tätigen "Team Cosmo" noch aktiv. Die frühere Stammniederlassung in Frankfurt gibt es dagegen nicht mehr. mam
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