Werbefilm

"Hoffentlich werden wir kein Back to Normal erleben"

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Die Teilnehmer des Roundtables zur Zukunft des Werbefilms: Katharina Rubbert (OWM), Ulla Vogel (Sektion Werbung), Florian Panier (GWA Forum Creative Services) und Tony Petersen (Sektion Werbung, v.l.)
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Die Teilnehmer des Roundtables zur Zukunft des Werbefilms: Katharina Rubbert (OWM), Ulla Vogel (Sektion Werbung), Florian Panier (GWA Forum Creative Services) und Tony Petersen (Sektion Werbung, v.l.)
Die Werbefilmindustrie befindet sich im Ausnahmezustand. Die Coronakrise hat die Produzenten besonders hart getroffen – OWM-Vorstandsmitglied Katharina Rubbert und JvM-Filmchef Florian Panier, der im GWA für das Forum Creative Services verantwortlich ist, diskutieren mit Ulla Vogel und Tony Petersen von der Sektion Werbung in der Produzentenallianz, wie es weitergehen kann. Im Fokus stehen Forderungen nach mehr Transparenz und ein besserer Dialog zwischen den an der Content-Produktion beteiligten Parteien. Ein Code of Conduct soll in einigen Punkten Klarheit schaffen.

Die Coronakrise hat die Filmindustrie vorübergehend zum Stillstand gebracht. Wie ist die aktuelle Situation?

Tony Petersen: Wir hören von unseren Mitgliedern, dass sehr viel zu tun ist – allerdings auf unterschiedlichem Niveau. Es gibt nach wie vor kleine, der Situation angepasste Projekte, die sich durch den Lockdown entwickelt haben. Aber wir sehen auch, dass allmählich wieder sehr große Produktionen realisiert werden. Das Problem ist nur, dass die Schere zwischen den Ansprüchen der Kunden und dem, was sie bereit sind zu zahlen, noch weiter auseinandergeht als vor der Coronakrise. Das wird allmählich zu einem echten Problem.

Die erhöhte Kostensensibilität kommt aber nicht wirklich überraschend. In vielen Unternehmen herrscht immer noch Kurzarbeit. Vor diesem Hintergrund sind siebenstellige Investitionen in die Produktion von Werbefilmen schwer zu rechtfertigen. Die Budget-Situation im Marketing wird sich in absehbarer Zeit sicherlich auch nicht entspannen. Sind Kostensenkungen im Produktionsbereich deshalb nicht unausweichlich? Die Lockdown-Phase hat ja gezeigt, dass es durchaus möglich ist, mit sehr einfachen Mitteln kreative Filme herzustellen.

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