Weniger Plastikverpackungen

Scholz & Friends wirbt für Lidl- und Kaufland-Mutter Schwarz

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Das Anzeigenmotiv von Scholz & Friends
© Scholz & Friends
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Das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz hält immer mehr Einzug in die Werbung - auch bei Unternehmen, die lange Zeit nicht unbedingt im Verdacht standen, hier Vorreiter zu sein. Aktuell wirbt beispielsweise die Schwarz-Gruppe, Muttergesellschaft des Discountriesen Lidl und der SB-Warenhauskette Kaufland, für die im Konzern geplante Reduzierung von Plastikverpackungen. Die Kampagne dazu hat die Berliner Agentur Scholz & Friends Agenda entwickelt.
Details zu dem Auftritt wollen derzeit weder Auftraggeber noch Agentur kommunizieren. Angeblich erst im Januar will sich das Unternehmen näher dazu äußern. Bei Scholz & Friends bestätigt man aktuell lediglich, dass der Ableger Agenda für die Schwarz-Gruppe arbeitet und die derzeit zu sehenden werblichen Maßnahmen für die 2018 gestartete Konzerninitiative "Reset Plastic" von der Agentur entwickelt wurden. Die Motive erscheinen unter anderem Online und in Printmedien.
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Ziel der Initiative ist es, bei Lidl und Kaufland bis 2025 mindestens 20 Prozent weniger Plastik zu verwenden. Allein durch den Verzicht auf Plastikhüllen bei Salatgurken, die bei Kaufland erhältlich sind, werden jährlich 175 Tonnen Plastik eingespart, heißt es in der Anzeige. Das Programm Reset Plastik umfasst fünf Handlungsfelder. Neben "Redesign" (Beispiel Salatgurken-Verpackung) sind das die Bereiche "Reduce", "Recycle", "Remove" und "Research".


Seit wann genau Scholz & Friends Agenda für die Schwarz-Gruppe arbeitet, ist nicht bekannt. Die Agentur hat sich das Mandat aber offenbar nach einem Pitch gesichert. Bemerkenswert an der Konstellation ist, dass die WPP-Tochter auch für Aldi arbeitet, den härtesten Wettbewerber von Lidl. Hier bezieht sich die Zusammenarbeit allerdings auf die Aktivitäten des Discounters in der Schweiz. mam
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