Wegen Corona-Krise

Syzygy rechnet mit Umsatzrückgang zwischen 10 und 20 Prozent

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Noch gibt es keinen Nachfolger für Syzygy-CEO Lars Lehne
© Syzygy
Noch gibt es keinen Nachfolger für Syzygy-CEO Lars Lehne
Die börsennotierte Digitalagenturgruppe Syzygy hat ihre finalen Zahlen für das Jahr 2019 bekanntgegeben. Darin bestätigt sie die Ende Januar veröffentlichen Ergebnisse. Auf mehr Interesse als der Rückblick dürfte allerdings stoßen, wie die WPP-Tochter den weiteren Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres bewertet. Der Ausblick fällt angesichts der Corona-Krise düster aus.
Die Agentur rechnet mit einem Umsatzrückgang zwischen 10 und 20 Prozent. Die Ebit-Marge soll von aktuell 8,6 Prozent auf einen Wert im mittleren einstelligen Bereich abrutschen. "Führende Ökonomen gehen davon aus, dass es bedingt durch die Coronavirus-Pandemie zu einer Rezession in den für die Syzygy-Gruppe relevanten Märkten kommen wird. Das angepasste Ausgabeverhalten unserer Kunden wird zu Umsatzeinbußen führen, deren Umfang aber derzeit schwer abschätzbar ist", heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Unternehmens.


2019 hat Syzygy einen Umsatz von 64,2 Millionen Euro erzielt. Das entspricht einem Rückgang von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis (Ebit) liegt bei 5,5 Millionen Euro, womit die Marge von 9,2 auf 8,6 Prozent sinkt. Wegen der aktuell schwierigen Situation haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung eine deutliche Dividendenkürzung auf 0,20 Euro je Aktie vorzuschlagen - im Jahr zuvor waren es noch 0,40 Euro je Aktie. Die Hauptversammlung wird auf die zweite Jahreshälfte verschoben.

Unklar ist, ob es bis dahin schon einen neuen CEO geben wird. Der bisherige Amtsinhaber Lars Lehne hat offiziell am 31. März seinen letzten Arbeitstag. Aufsichtsratschef Wilfried Beeck hatte vor kurzem auf Anfrage erklärt, dass man Gespräche mit geeigneten Kandidaten führe, aber noch keine Entscheidung gefallen sei. Mit dieser ist wohl auch so schnell nicht zu rechnen. Bis ein neuer CEO gefunden ist, leiten die beiden Vorstände Erwin Greiner (CFO) und Frank Ladner (CTO) die Agenturgruppe. mam
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