Weber-Shandwick

Deutschland-Chefin Christiane Schulz hört auf

Christiane Schulz verlässt Weber-Shandwick
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Christiane Schulz verlässt Weber-Shandwick
Die PR-Agentur Weber-Shandwick verliert ihre bisherige Deutschland-Chefin Christiane Schulz. Wie die Managerin auf Anfrage bestätigt, wird sie die Interpublic-Tochter bereits Ende dieser Woche verlassen. Bis ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gefunden ist, leiten interimistisch Europa-COO Jonas Palmqvist und Charlotte Witte, EVP Brand Transformation, die Geschäfte der deutschen Niederlassung.
Zu den Gründen für Ihren Ausstieg hält sich Schulz weitgehend bedeckt. Nur so viel ist ihr zu entlocken: "Wenn es am schönsten ist, soll man gehen. Ich will einfach noch mal etwas Anderes machen und suche eine neue Herausforderung." Darüber, wie schön es für sie zuletzt bei Weber-Shandwick tatsächlich noch war, gehen die Meinungen aber auseinander. So ist im Markt zu hören, dass es zwischen Schulz und dem neuen Europa-COO heftige Differenzen gegeben haben soll. Die hiesige Agentur will sich auf Anfrage nicht zum Abgang von Schulz äußern und verweist an einen Networksprecher auf europäischer Ebene.


Wirtschaftlich steht Weber-Shandwick in Deutschland vergleichweise solide da. 2017 erzielte die Agentur einen Honorarumsatz von etwas mehr als 20 Millionen Euro und belegte damit Platz 7 im Ranking der größten deutschen PR-Agenturen. Für das Jahr 2018 (das neue Ranking erscheint am Donnerstag dieser Woche) wird mit einem moderaten Umsatzuwachs gerechnet. Als Schulz im Jahr 2013 die Führung übernahm, erzielte die Agentur ein Umsatzvolumen von knapp 16 Millionen Euro.

Wohin es die langjährige Networkmanagerin zieht, ist nicht bekannt. Bevor die heute 50-Jährige zu Weber-Shandwick kam, stand sie 15 Jahre in Diensten von Ketchum Pleon, zuletzt als Geschäftsführende Partnerin und Leiterin des (inzwischen geschlossenen) Berliner Standorts. Davor arbeitete sie bei der Landesbank Baden-Württemberg, unter anderem als Leiterin der externen Kommunikation. Schulz wurde erst vor kurzem als Präsidentin der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) wiedergewählt. Dieses Amt wird sie bis auf Weiteres behalten. Sollte sie wieder bei einer GPRA-Agentur andocken, bleibt sie unverändert Präsidentin. Schließt sie sich einer Nichtmitgliedsfirma an, muss eine neue Verbandsspitze gewählt werden. Schulz' Arbeitsvertrag mit Weber-Shandwick läuft offiziell noch bis zum Herbst. mam
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