Volker fragt

Wo bleibt das Springer & Jacoby des Digitalzeitalters?

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David Stephan und Martin Eggert, Gründer von David+Martin, machen vieles anders als ihre Agenturkollegen
© Martin Diepold
David Stephan und Martin Eggert, Gründer von David+Martin, machen vieles anders als ihre Agenturkollegen
Keine spektakulären Neugründungen, fehlender Unternehmergeist, mangelnder Mut: Kritiker wie der Ex-JvM-Vorstand Thomas Strerath lassen am derzeitigen Zustand der Agenturszene kaum ein gutes Haar. In #Volkerfragt bestätigen Agenturgründer David Stephan und Martin Eggert: "Viele Agenturen getrauen sich nicht mehr Nein zu sagen."
Vor fünf Jahren haben David Stephan und Martin Eggert in München die Agentur David+Martin gegründet und seitdem mit Etatgewinnen wie Müller, BMW M, SZ für Aufsehen erregt – genauso wie mit ihrer klaren Haltung zu Business, Agenturkultur und Selbstverständnis. "Bei Agenturen geht es immer mehr darum, Aktionären oder Investoren zu gefallen. Das sorgt dafür, dass vieles immer mehr weichgespült wird", benennen sie ein Zentralproblem, das viele Agenturen nicht lösen können.


Das war schon einmal anders. Springer & Jacoby, Jung von Matt, Kolle Rebbe, Sinner Schrader, Heimat und Serviceplan: Es gab eine Zeit, da gab es nahezu jedes Jahrzehnt eine bahnbrechende Neugründung im Agenturbereich mit Köpfen an der Spitze, die mit ihren Statements für Talk of the Town sorgten.

Doch wo bleibt das Springer & Jacoby des Digitalzeitalters? Und weiter gefragt: Kann es angesichts der Fragmentierung von Medien, Formaten, Technologien überhaupt noch eine Agentur geben, die für den jeweiligen Zeitgeist steht? David Stephan sagt:"Warum soll es nicht eines Tages ein neues Springer  & Jacoby geben?" Was David+Martin anders macht als andere Dienstleister, warum sie sich an einer Bar in Berlin beteiligt haben - und warum gute Kreation nicht unbedingt in Videokonferenzen entsteht, schildern sie im Video-Podcast "Volker fragt".



In "Volker fragt" diskutiert HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz, wie sich das Marketing- und Medienbusiness durch die Corona-Krise  verändert - spontan, aktuell und bestimmt nicht glatt gebügelt. Die Gespräche können als Video-Datei angeschaut oder als Podcast angehört werden. Bisher erschienen:
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