"Verantwortung tragen"

Dojo und Sea-Watch kämpfen mit Fashion-Kollektion für zivile Seenotrettung

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Lena Meyer-Landrut ist eine der prominenten Botschafterinnen der Kollektion
© Sea-Watch
Lena Meyer-Landrut ist eine der prominenten Botschafterinnen der Kollektion
Zivile Seenotrettung ist ein Thema, das nicht genug Aufmerksamkeit bekommen kann - gerade in diesen turbulenten Zeiten, in denen die Corona-Pandemie medial alles andere in den Schatten stellt. Um möglichst viele Menschen für die tödlichste Grenze der Welt im Mittelmeer zu sensibilisieren, hat die Berliner Kreativagentur Dojo zusammen mit Sea-Watch eine soziale Spendenkampagne in Form einer Modekollektion gestartet. Bei der Initiative "Verantwortung tragen" sind neben bekannten Labels auch zahlreiche prominente Botschafter dabei.
Neben Star-Designerin Marina Hoermanseder konnten Dojo und Sea-Watch auch die befreundeten Modelabels Armedangels, Drykorn und Mvschi Kreuzberg, das von den Dojo-Köpfen Joachim Bosse und Dominic Czaja gegründet wurde, gewinnen. Um die Kollektion zu bewerben, holte sich das Team zudem die Unterstützung von Prominenten und Influencern wie Lena Meyer-Landrut, Stefanie Giesinger, Palina Rojinksi, Caro Daur, Jan Köppen, Jennifer Weist oder Kida Khodr Ramadan an Bord.


Mit der Kollektion wollen die Macher bewirken, dass sich in der Modewelt nicht immer alles nur um das dreht, was jeder will und doch keiner wirklich braucht, sondern um das, was wirklich viele brauchen: Solidarität. Dazu hat Dojo zusammen mit den Partnerlabels mehrere Kleidungsstücke entworfen, wie ein schwarzes T-Shirt mit dem Aufdruck "ASYL" oder einen Hoodie mit dem Schriftzug "My Friend Came Over The Ocean", die von den Botschaftern der Kampagne getragen und in den sozialen Netzwerken verbreitet werden. So soll eine möglichst große Öffentlichkeit erreicht und vor allem bei jungen Menschen Begehrlichkeit für die stylischen Pieces geweckt werden, die mit einem Kauf ihren Beitrag für zivile Seenotrettung leisten können. Denn alle Gewinne kommen direkt der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch zu Gute.

Sea-Watch: Die Modekollektion von Dojo, Marina Hoermanseder, Armedangels, Drykorn und Mvschi Kreuzberg


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Gerade junge Menschen haben oft das Bedürfnis, zu helfen, wissen aber nicht wie und wo. Deswegen sind wir sehr glücklich, für diese so wichtige Aktion viele Supporter aus Musik, Unterhaltung und Jugendkultur zu haben, die uns helfen, effektiv auf diese schlimmen Missstände hinzuweisen", sagt Dojo-Kreativchef Joachim Bosse. "Wir hoffen, die Aktion trifft nicht nur ins Auge sondern vor allem in das Herz der Gesellschaft - damit die T-Shirts der Aktion irgendwann nicht nur Stoff der Träume sondern endlich auch gelebte Gegenwart sein können."

Zudem haben Kunde und Agentur die Microsite Verantwortungtragen.org eingerichtet (die aktuell noch nicht online ist), auf der
 Geflüchtete von den Erlebnissen ihrer Vergangenheit berichten, aber auch über ihre Zukunft, Träume und Ziele reden. Die insgesamt 20 prominenten Botschafter teilen dort auch die harten Fakten zum Thema Seenotrettung und machen in Social Media auf die Charity-Kollektion aufmerksam.


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Die Pullover, die ich gemeinsam mit jungen Geflüchteten vom The Poetry Project herstelle, sollen nicht einfach nur Kleidungsstücke sein, sondern für ihre ganz persönlichen Geschichten stehen", erklärt Designerin Marina Hoermanseder. "Es ist wichtig, hinzuschauen, zuzuhören und sein Herz sprechen zu lassen - es gibt viele Menschen auf diesem Planeten, die nicht das Privileg haben, in Wohlstand zu leben und darin aufgewachsen zu sein. Die Schicksale bewegen mich und ich bin dankbar, dass ich die Chance habe, mit den Jugendlichen zusammen arbeiten zu dürfen, gemeinsam mit ihnen verbunden und kreativ zu sein, um die Botschaft - den Appell an die Menschlichkeit - durch die Pullover zu vermitteln." tt
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