Übernahme

Omnicom Media Group kauft Performance-Geschäft von UDG

UDG-Chef Marcus Starke trennt sich von der Performance-Sparte
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UDG-Chef Marcus Starke trennt sich von der Performance-Sparte
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Für die eine Agentur passt der Bereich nicht mehr zur strategischen Ausrichtung, die andere sieht darin eine wichtige Ergänzung ihres Angebots: Die Digitalagenturgruppe UDG trennt sich von ihrer Sparte Performance Marketing und verkauft dieses Geschäft an die Omnicom Media Group. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung, soll aber im 3. Quartal abgeschlossen werden. Über den Kaufpreis haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart.
Dass es bei UDG zuletzt nicht sonderlich gut lief, ist kein Geheimnis. Nicht ohne Grund kam mit Marcus Starke Mitte 2017 ein neuer CEO an Bord. Der räumte erst mal auf und machte zum Jahresende den Düsseldorfer Standort dicht. Gleichzeitig kündigte er an, die Komplexität der Gruppe zu reduzieren und genau zu überprüfen, welche Mandate und Geschäftsfelder UDG künftig bearbeiten will - und welche nicht.


Jetzt steht fest: Performance Marketing gehört nicht mehr dazu. "Wir formieren die Agentur neu, fokussieren uns auf unsere Kernkompetenzen. Das Performance-Geschäft ist ein sehr spezielles Geschäft mit anderen Herausforderungen", begründet CEO Starke den Verkauf der Sparte.

„Wir formieren die Agentur neu, fokussieren uns auf unsere Kernkompetenzen. Das Performance-Geschäft ist ein sehr spezielles Geschäft mit anderen Herausforderungen.“
Marcus Starke
UDG positioniert sich als "Agentur für digital Leadership und digitale Innovationen" und will sich künftig auf die Bereiche Technology, Experience, Communication sowie Consulting konzentrieren. Die Beratungssparte wurde neu gegründet.  Performance Marketing soll in Zukunft über eine Partnerschaft mit der Omnicom Media Group abgedeckt werden. Durch den Verkauf der entsprechenden Sparte schrumpft die Mitarbeiterzahl von UDG um 150 auf rund 500. Betroffen sind die Standorte Köln, München und Ludwigsburg. Aus Köln und München zieht sich UDG komplett zurück, in Ludwigsburg bleibt man aber weiterhin präsent. Darüber hinaus gibt es Niederlassungen in Berlin, Hamburg, Mainz, Karlsruhe und Herrenberg. Auch der Umsatz geht um rund 20 Prozent zurück. UDG hatte für das Geschäftsjahr 2016 (aktuellere Zahlen liegen nicht vor) einen Honorarumsatz von 66 Millionen Euro gemeldet.


Die Omnicom Media Group will mit der Akquisition ihre Kompetenzen im Performance Marketing ausbauen. Der ehemalige UDG-Geschäftsbereich wird als eigenständige Einheit unter dem Dach der Media-Holding operieren und sein Bestandsgeschäft fortführen. Zudem soll das Angebot allen Agenturen der Gruppe zugänglich sein, beispielsweise den Marken OMD, PHD und Hearts & Science. Das bisherige Management bleibt an Bord. Dariusch Hosseini, Daniel Schetter und Mathias Sieg werden weiterhin die Geschäfte führen. Hosseini berichtet an Paul Remitz, CEO der Omnicom Media Group Germany. mam
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