Trübe Aussichten

Syzygy bestätigt Prognose für Umsatzrückgang

   Artikel anhören
Syzygy-Finanzchef Erwin Greiner
© Syzygy
Syzygy-Finanzchef Erwin Greiner
Die börsennotierte Digitalagenturgruppe Syzygy hat ihre Zahlen für das 1. Quartal 2020 präsentiert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging der Umsatz um 5 Prozent auf 14,9 Millionen Euro zurück. Noch schlechter fällt der Ausblick auf das Gesamtjahr aus. Wegen des Corona-bedingten Wirtschaftseinbruchs rechnet die WPP-Tochter mit Umsatzverlusten zwischen 10 und 20 Prozent und einem Abrutschen der Marge.
In den ersten drei Monaten des Jahres hat sich das Geschäft im deutschen Kernmarkt positiv entwickelt. Hier konnte Syzygy um 6 Prozent zulegen und erzielt Umsätze in Höhe von 12,3 Millionen Euro - bei einer Ebit-Marge von 13 Prozent. Schlecht lief es dagegen im Ausland. Hier verzeichnet man erhebliche Umsatzeinbußen, sodass am Ende für die gesamte Gruppe ein Umsatzminus von 5 Prozent in den Büchern steht. Die Verluste im Ausland belasten auch das Ergebnis. Die Ebit-Marge sinkt von 9,2 auf 7,4 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnen die Verantwortlichen mit einer Marge im mittleren einstelligen Bereich.


Eine verbindliche Aussage zum weiteren Verlauf des Geschäftsjahres kann die Agentur aktuell nicht machen. Jedoch rechnet sie aufgrund des "angepassten Ausgabeverhaltens" ihrer Kunden mit deutlichen Umsatzeinbußen. Auf Basis der bisher vorliegenen Erkenntnisse werden sich diese laut Syzygy auf 10 bis 20 Prozent summieren. Diese Zahl hatte man bereits bei der Veröffentlichung der Konzernbilanz für das Jahr 2019 Ende März genannt.

Das Unternehmen agiert derzeit ohne Vorstandsvorsitzenden. Bislang gibt es noch kein Nachfolger für den Ende März ausgeschiedenen CEO Lars Lehne. Aktuell wird die Gruppe von den beiden Vorständen Erwin Greiner (CFO) und Frank Ladner (CTO) geführt. mam
Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats