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 Eine App soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern
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Tracing-App

Zum Goldenen Hirschen soll Corona-App bekannt machen

Eine App soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern
Während die Deutsche Telekom und SAP noch an der Corona-App der Bundesregierung arbeiten, wird bereits eine Kampagne vorbereitet, die die App bei der Bevölkerung bekannt machen soll. Nach Informationen des Spiegel wurde die Agentur Zum Goldenen Hirschen mit dem Design und einer Kampagne zur Einführung der Warn-App beauftragt. 
von David Hein Freitag, 15. Mai 2020
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Die App soll Nutzer bei einem Kontakt mit einer infizierten Person warnen. Dafür wird per Bluetooth permanent nach den Smartphones anderer Nutzer in der Nähe gesucht - wird eine Person positiv auf Corona gestestet, werden über die App alle potenziell gefährdeten Kontaktpersonen informiert und bekommen Hinweise, wie sie sich verhalten sollen und an wen sie sich wenden können. Die App kann ihren Nutzen also nur voll entfalten, wenn sie von möglichst vielen Menschen genutzt wird. Dafür soll bei der Einführung eine Kampagne sorgen. 


Der Spiegel berichtet, dass in einer Schalte mit den Entwicklern den Beteiligten nun erste Entwürfe für die Kampagne präsentiert wurden, mit denen die Bundesregierung möglichst viele Bürger dazu bringen will, die App freiwillig herunterzuladen. Dazu gehören unter anderem Slogans wie "Unsere App-traktion des Jahres", "Diese App kann nichts, außer Leben retten" oder "Kleine App, große Wirkung". Auch das Logo der App wurde bereits vorgestellt: Ein "C" in blau-rot mit einem stilisierten Corona-Virus in der Mitte. 
Das Logo der geplanten Corona-App
© Bundesregierung
Das Logo der geplanten Corona-App
Laut einer Umfrage der Universität Erfurt ist die Bereitschaft, sich eine Corona-App auf das eigene Smartphone zu laden, nicht besonders groß: Lediglich 44 Prozent der Befragten waren dazu bereit. Eine Woche zuvor waren es noch 48 Prozent. Die Zeit arbeitet angesichts des zunehmenden Unmuts gegen die Beschränkungen des öffentlichen Lebens also offensichtlich gegen eine Tracing-App. Am Mittwoch wurde ein erstes Konzept der Applikation auf der OpenSource-Plattform "Github" veröffentlicht. In der kommenden Woche wollen die Entwickler den Quellcode veröffentlichen. Einsatzbereit soll die App Mitte Juni sein. dh
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