The Pink Triangle Issue

Mit diesen heftigen Plakaten rüttelt Serviceplan gegen Homophobie auf

Die "Pink Triangle"-Kampagne geht in eine neue Runde
© Serviceplan
Die "Pink Triangle"-Kampagne geht in eine neue Runde
Im Mai starteten Serviceplan und das österreichische Männermagazin Vangardist die Kampagne "The Pink Triangle Issue", die sich für die Rechte von Mitgliedern der LGBTQI+-Gemeinschaft stark machen soll. Jetzt geht der Auftritt mit wortgewaltigen Plakaten in Frankreich in die nächste Runde.
Auf den schlichten Schwarz-Weiß-Motiven stehen Fakten, die zeigen, dass Homophobie in vielen Ländern noch immer zur Tagesordnung gehört. Denn während anderswo Gay-Pride-Feste wie der Christopher Street Day gefeiert werden, sind Angehörige der LGBTQI+-Gemeinde zum Beispiel in Ägypten, Indien, Jamaika oder Malaysia noch immer der Verfolgung ausgesetzt. Ihnen drohen Gefängnis, Folter oder Mord. Darauf weisen Serviceplan und Vangardist mit polarisierenden Sätzen hin wie "Nichts bringt eine Frau eher dazu, Männer zu lieben, als eine Gruppenvergewaltigung. In Jamaika werden lesbische Frauen vergewaltigt, um sie zu 'heilen'".


Die Plakate sind ab dem 16. August auf 300 digitalen Billboards in Metro-Stationen und 1000 Plakaten in der französischen Hauptstadt zu sehen.
Mit diesem Plakat machen Serviceplan und Vangardist auf ihre Petition aufmerksam
© Serviceplan
Mit diesem Plakat machen Serviceplan und Vangardist auf ihre Petition aufmerksam
"In Paris haben wir uns jetzt dazu entschieden, Plakate mit unangenehmen, schwer verdaulichen Headlines zu zeigen. Wir wissen, dass sie nicht einfach zu lesen und zu verarbeiten sind", räumt Vangardist-Chefredakteur Julian Wiehl ein. "Aber leider ist genau das Realität für viele Mitglieder der LGBTQi+ Community – Geschichten und Ängste, die einem Bauchschmerzen bereiten, sind hier alltäglich. Oft wird nicht verstanden, wie brisant die Lage wirklich ist. Ein hartes Thema sollte auch hart angesprochen werden dürfen, vielleicht muss es das sogar".
Die Sätze auf den Motiven polarisieren
© Serviceplan
Die Sätze auf den Motiven polarisieren
Die Kreation stammt von Serviceplan. In Frankreich arbeiteten die Chief Creative Officers Dimitri Guerassimov und Fabien Teichner sowie Copywriter Damien Veillet am Projekt. Das Media Buying übernahm die Serviceplan-Tochter Mediaplus France. Aus der Serviceplan-Gruppe zeichnen Global Chief Creative Officer Alexander Schill, Worldwide Executive Director Jason Romeyko, Managing Creative Partner Christoph Everke, Managing Director Alexander Nagel, Executive Creative Director Michael Reill, Creative Director Bernd Nagenrauft und Senior Account Manager Julia Meinetsberger verantwortlich.
Gelauncht wurde The Pink Triangle Issue im Mai 2018 zum Internationalen Tag gegen Homophobie. In der KZ-Gedenkstätte Mauthausen wurde der Auftritt erstmals vorgestellt. An diesem Ort wurden politisch verfolgte Homosexuelle interniert, die in der NS-Zeit einen rosa Winkel tragen mussten - der Winkel wurde zum Namensgeber der Kampagne. In Mauthausen entstand unter anderem ein Video zur Kampagne. Außerdem brachten Serviceplan und Vangardist die Petition #EndHomophobia ins Rollen. Diese richtet sich an die Vereinten Nationen und enthält die Forderung, Gesetze zu verbieten, die die Rechte von LGBTQI-Personen verletzen. bre
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