Springer & Jacoby-Gründer

Reinhard Springer und Konstantin Jacoby legen einen Fonds auf

Werbelegende Reinhard Springer geht unter die Finanzinvestoren
© © Getty Images / Alexander Hassenstein
Werbelegende Reinhard Springer geht unter die Finanzinvestoren
Mit Ex-Bild-Chef Kai Diekmann gibt es bereits ein prominentes Beispiel aus der Kommunikationsbranche, jetzt steigen auch die Gründer der früheren Agentur-Ikone Springer & Jacoby ins Investmentgeschäft ein. Dabei folgen sie einer speziellen Idee: Reinhard Springer und Konstantin Jacoby legen einen Fonds auf, der nur in Firmen mit besonders starker Unternehmenskultur investieren soll.
Der Fonds Proud@Work ist offiziell am 2. Januar 2019 an den Start gegangen. Als Kapitalverwaltungsgesellschaft ist Hansainvest aus der Signal-Iduna-Gruppe an Bord. Das Anlageziel ist "ein nachhaltiger Wertzuwachs durch Investition in Unternehmen, deren Kultur dafür sorgt, dass sich die Mitarbeiter mehr einsetzen - weil sie stolz auf ihre Arbeit und ihr Unternehmen sind; und so eine bessere Wertentwicklung erreichen", heißt es in dem offiziellen Verkaufsprospekt. Konkret: Investiert wird in nationale und internationale Aktien und Anleihen von Unternehmen mit besonders hoher Mitarbeiterzufriedenheit. Ermittelt wird der maßgebliche Indexwert von der Forschungs- und Beratungsfirma Great Place to Work.


Das genaue Fondsvolumen und in welche Unternehmen das Geld investiert wird, steht aktuell noch nicht fest. Die Details wollen die Verantwortlichen in einigen Wochen präsentieren. Initiator Springer verspricht aber, dass er und sein neuer alter Geschäftspartner Jacoby auch eigenes Geld anlegen werden. "Wir schlucken selbst die Medizin, die wir anderen verordnen wollen", sagt der ehemalige Agenturchef.

Vollkommen neu ist die Idee, in Unternehmen zu investieren, die sich durch eine besonders hohe Mitarbeiterzufriedenheit auszeichnen, übrigens nicht. So gibt es bereits den französischen Fonds Happy@Work, der bei seinen Investitionen danach geht, wie glücklich die Mitarbeiter eines Unternehmens sind. Für Springer ist das aber etwas anderes als die Strategie seines Fonds: "Wir bewerten nicht nach Glück, sondern nach Stolz - das ist eine viel härtere Währung." mam
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