"Spot The Potential"

So kämpft Jung von Matt für die Integration von Flüchtlingen

Jung von Matt/Neckar zeigt anhand von prominenten Beispielen, wie destruktiv Vorurteile über Geflüchtete sind
© Jung von Matt
Jung von Matt/Neckar zeigt anhand von prominenten Beispielen, wie destruktiv Vorurteile über Geflüchtete sind
Rund eineinhalb Jahre ist es her, dass Jung von Matt/Neckar mit der cleveren "Soft-Skills"-Kampagne für das Start-up Social Bee die Lücke im Lebenslauf von Flüchtlingen schloss. Jetzt legt die Kreativagentur die nächste Kampagne für den laut eigenen Angaben ersten Integrationsdienstleister für Geflüchtete auf Arbeitssuche in Deutschland vor.
Wie schon beim letztjährigen Auftritt verfolgen Social Bee und JvM/Neckar auch mit der neuen Kampagne das Ziel, Vorurteile gegenüber Flüchtlingen auf Arbeitssuche abzubauen. Denn viele deutsche Arbeitgeber zögern, Geflüchtete einzustellen, weil sie ihre Eignung für den Job unterschätzen. Mit drei Kampagnenmotiven wollen Kunde und Agentur deshalb zum Umdenken anregen und zeigen, dass eine Flucht im Lebenslauf eines Bewerbers keine Rolle spielen sollte.


Die Motive, die auf Plakaten, Printanzeigen und in Social Media verbreitet werden, funktionieren dabei wie ein Suchbild: Unter der Headline "Spot The Refugee" sind der weltberühmte Physiker Albert Einstein, Queen-Legende Freddie Mercury und Schauspielerin Marlene Dietrich in einer Gruppe von Menschen zu sehen. Was viele nicht wissen: Nach Definition der Genfer Konvention sind die drei prominenten Persönlichkeiten Geflüchtete. Die Botschaft von Social Bee auf den Motiven: "Spot The Potential."

"Spot The Refugee": Die Motive von Jung von Matt/Neckar


"Die Idee zeigt eindrücklich, dass ein Fluchthintergrund keine Auswirkung auf Talent hat", sagt Zarah Bruhn, Gründerin von Social Bee zur Kapagne. Mitgründer Maximilian Felsner erklärt zu den Zielen des Projekts: "Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass jeder zum Geflüchteten werden kann und zeigen, dass man Menschen nicht nach ihrer Geschichte bewerten kann."

Mit der Kampagne will Social Bee zudem das Vorurteil entkräften, nach dem der bürokratische Aufwand bei der Einstellung von Flüchtlingen für viele Arbeitgeber zu hoch sei. Denn für dieses Problem hat das Integrations-Start-up ein eigenes Zeitarbeitsmodell entwickelt. Als zwischengeschalteter Arbeitgeber stellt Social Bee die Geflüchteten für ein- bis eineinhalb Jahre bei sich an und vermittelt sie an Partnerunternehmen wie Würth, Vollcorner und Krones. Darüber hinaus betreut das Unternehmen seine Angestellten im Rahmen eines Integrationsprogramms, bestehend aus Deutschkursen, intensiver Einzelberatung und Zusatzqualifikationen. So will Social Bee die Geflüchteten im Arbeitsalltag mit Kultur und Struktur vertraut machen.
Die Kampagne ist unter anderem auf über 500 Außenwerbeflächen von Ströer und DSM Decaux in München und Stuttgart zu sehen. Zudem wird der Auftritt von Printtiteln wie 11 Freunde, P.M. History und Bilanz unterstützt, die die Motive kostenlos abdrucken und verbreiten. Schließlich erhalten Flüchtlinge alle Informationen zur Kampagne auf einer Landingpage. Jung von Matt/Neckar arbeitet bereits seit 2016 pro bono für Social Bee. tt

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