Solidarität in Zeiten von Corona

Münchner Agentur launcht Online-Plattform für Helfer und Hilfesuchende

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Die Plattform ist seit dem 16. März online
© wirhelfen.eu
Die Plattform ist seit dem 16. März online
Die Corona-Pandemie stellt die Gesellschaft vor ungeahnte Herausforderungen - sie sorgt aber auch für eine beispiellose Welle der Solidarität. Damit sowohl Hilfesuchende als auch Menschen, die anderen ihre Unterstützung anbieten wollen, den Überblick behalten, hat die Münchner Agentur Rapid Peaks ein zentrales Online-Register für Solidaritätsaktionen gestartet.
Auf der Plattform wirhelfen.eu können Unterstützer eintragen, welche Art von Hilfe sie anbieten möchten und wo. Wer auf der Suche nach einer helfende Hand ist - sei es etwa beim Einkaufen oder bei der Kinderbetreuung - braucht dafür nur seinen Wohnort eingeben und bekommt auf einer interaktiven Karte dann die dort registrierten Helfer angezeigt.


Die Kontaktaufnahme kann anschließend per Mail oder Telefon erfolgen - je nachdem, was der Helfer angegeben hat. Die Erstellung eines Accounts ist nicht erforderlich. Da die Plattform nur über die Angabe von Kontaktdaten erfolgen kann, die Nutzer sich aber auch gegen einen Missbrauch der Kontaktdaten durch Dritte schützen müssen, raten die Websitebetreiber dazu, ein Pseudonym anstelle des vollen Namens zu verwenden und nur eine Straße oder Postleitzahl anstelle einer genauen Adresse anzugeben.
Der Betreiber der Website ist die Rapid Peaks GmbH. Dabei handelt es sich um eine Agentur aus München, die sich auf Sportmarketing spezialisiert hat. Die Entwicklung der Hilfsplattform war eine relativ spontane Idee, die innerhalb von drei Tagen realisiert wurde - pro bono. Geschäft macht Rapid Peaks mit der Aktion eigenen Angaben zufolge nicht.

Drei Tage nach Launch der Seite haben sich bereits rund 3.500 Helfer registriert. Über alle Kanäle kommt die Seite durch den Viraleffekt auf eine Reichweite von 42 Millionen Nutzern. Aktuell befindet sich Rapid Peaks im Gespräch mit lokalen Nachbarschaftsorganisationen sowie Behörden, um auch deren Angebote und Services auf der Plattform zu bündeln.


Auf diese Weise wird die Website zu einer wertvollen Anlaufstelle für Menschen, die in der aktuellen Notsituation auf Hilfe angewiesen sind oder ihre Hilfe anbieten wollen. Doch eines Tages wird auch diese Krise vorbei sein. Und dann? Soll WirHelfen nicht einfach abngeschaltet werden. Ziel ist nach Angaben von Rapid Peaks, auch nach der Corona-Krise für Zusammenhalt zu sorgen und den Menschen eine Möglichkeit zu geben sich gegenseitig unkompliziert zu helfen. ire
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