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RWE verpasst sich neuen Markenauftritt

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Die RWE verpasst sich einen neuen Markenauftritt
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Die RWE verpasst sich einen neuen Markenauftritt
Weil sich die RWE strategisch neu ausrichtet, hat sich der Energieversorger nun einen neuen Markenauftritt verpasst. Das von Scholz & Friends Identify überarbeitete Corporate Design, samt neuem Logo, ist ab sofort in allen Medien zu sehen und soll dem Unternehmen ein moderneres Image verpassen.
Im Mittelpunkt des neuen Markenauftritts steht ein 90-sekündiger Werbespot, in der sich die RWE als moderner Konzern inszeniert, als einer der "weltweit größten Produzenten von Strom aus Wind und Sonne". Um diese Neuausrichtung nach außen hin zu symbolisieren sind unter anderem die Unternehmensfarben um hellere Grün- und Grautöne erweitert worden. Außerdem ist das RWE-Logo weicher und kompakter geworden.


Auch die RWE-Bildwelt hat sich geändert: Sie soll künftig Mensch, Natur und Technik in den Vordergrund stellen. Als neues und zusätzliches Gestaltungselement werden zwei sich überlagernde und ständig verändernde Energiefelder genutzt. Sie sollen laut Scholz & Friends für Transformation und Wandel stehen. "Dabei war es uns wichtig, diese Aussagen glaubwürdig mit den Stärken des bisherigen Markenauftritts zu verbinden, der für Stabilität und Sicherheit steht", erklärt Stephanie Schunck, Leiterin Unternehmenskommunikation & Energiepolitik.

Digital wie analog wird das neue Design überall sichtbar werden: von der Website über Apps, Social Media, Publikationen und Messeauftritten bis hin zu Anzeigen und Geschäftsausstattung. Für die Kreation zeichnen bei Scholz & Friends Robert Auer, Malik Benamara, Annabel Marschall, Lars Widmann, Stefan Beuse und Stephan Zimmermann verantwortlich. Die Filmproduktion stammt von Soup, Regie führte Michael Mieke, die Musik ist von Ian Randall Thornton (Do you Rise).


Der geplante RWE-Umbau zu einem Ökostrom-Produzenten wird allerdings auch kritisch betrachtet. Die FAZ bezeichnete die Maßnahmen sogar als "Öko-Propaganda": "Der Versorger tut nur das, was die Politik ihm vorschreibt, keinen Deut mehr", heißt es in einem Kommentar der Zeitung. Die RWE ist mit dem Braunkohletagebau im Rheinland immer noch einer der größten CO₂-Emittenten Europas - und auch deshalb ein Feindbild von Bewegungen wie Fridays for Future. ron
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