Quarantino

Warum Jung von Matt das erste Indoor-Filmfestival der Welt ins Leben ruft

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Jung von Matt erschafft für gelangweilte Filmschaffende ein eigenes Indoor-Filmfestival
© Jung von Matt
Jung von Matt erschafft für gelangweilte Filmschaffende ein eigenes Indoor-Filmfestival
Werbefilmer trifft die Corona-Krise besonders hart: Sämtliche Dreharbeiten liegen auf Eis, die Auftragslage für Regisseure, Kameraleute, Producer und Co ist gleich null. Um Filmschaffenden in diesen frustrierenden und langweiligen Zeiten eine kreative Abwechslung zu schaffen, hat Jung von Matt jetzt das laut eigenen Angaben erste Indoor-Filmfestival der Welt ins Leben gerufen. Der Titel: "Quarantino".
Die Idee für das Projekt hatte JvM-Regisseur Felix Julian Koch. Wie alle seine Kollegen ist er in diesen Wochen nicht mehr für Drehs in der Welt unterwegs, sondern sitzt im heimischen Wohnzimmer. In der Langeweile der Isolation kam ihm die Idee, einen Wettbewerb zu starten, bei dem allein Filme aus der Quarantäne gezeigt und juriert werden. Nach einem Videochat mit Kreativchef Götz Ulmer, Gün Aydemir (Executive Creative Director, JvM/NECKAR) und Florian Panier (Head of FFF, Jung von Matt AG) stand das Konzept für "Quarantino". Seit dem Wochenende ist auch die Webseite online.
Das Manifest zum Quarantino-Wettbewerb
© Jung von Matt
Das Manifest zum Quarantino-Wettbewerb
Doch wie funktioniert das Ganze? Die Themen der Filme sind komplett egal. Ob lang, kurz, schwarz-weiß, 8K, Storytelling, Experimental, Doku oder Avantgarde - alles bleibt dem Filmemacher überlassen. Der Clip muss während des aktuellen Lockdowns in den eigenen vier Wänden entstehen und einen Realfilmanteil von 50 Prozent haben. Wenn Menschen in dem Film auftreten, müssen sie - na klar - mindestens 1,50 Meter Abstand einhalten. Ab sofort können Beiträge eingereicht werden. Der Einreichungsstopp erfolgt an dem Tag, an dem die Bundesregierung den Lockdown aufhebt beziehungsweise lockert. Über den Sieger des Wettbewerbs entscheiden zu gleichen Teilen sowohl die Onlinenutzer als auch eine hochrangig besetzte Fachjury. In der Jury sitzen unter anderem Götz Ulmer, Produzent Tony Petersen, Regisseur Zoran Bihac und Überground-Gründerin Jo Marie Farwick. tt
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