Publicis Pixelpark

CEO Dirk Kedrowitsch steigt aus / Gruppenchef Lortz übernimmt kommissarisch

Dirk Kedrowitsch hört bei Publicis Pixelpark auf
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Dirk Kedrowitsch hört bei Publicis Pixelpark auf
Mit diesem Schritt war nach dem Abgang von Chairman Horst Wagner bei Publicis Communications gerechnet worden: Dirk Kedrowitsch, CEO der Agentur Publicis Pixelpark, verlässt das französische Network. Kedrowitsch arbeitet seit vielen Jahren mit Wagner zusammen und gilt als sein enger Vetrauter. Die Nachfolge von Kedrowitsch als Chef der größten Einzelagentur des deutschen Publicis-Verbunds tritt kommissarisch Gruppenchef Frank-Peter Lortz an.
Kedrowitsch war insgesamt 28 Jahre für Publicis Pixelpark und deren Vorgängeragenturen tätig. Als CEO stand er seit Herbst 2017 an der Spitze - als Nachfolger von Horst Wagner, der damals die Führung der übergeordneten Einheit Publicis Communications in Deutschland übernahm, bei der Publicis seine Werbe-, PR- und Designagenturen bündelt. Die Trennung von Kedrowitsch und seinem langjährigen Arbeitgeber erfolge in gegenseitigem Einvernehmen, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.


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"Ich bedanke mich bei Dirk Kedrowitsch für seine exzellente Arbeit und seinen unermüdlichen Einsatz in den letzten sieben Jahren in der Führung von Publicis Pixelpark", sagt der neue Gruppenchef Lortz. Publicis will im Rahmen der Strategie "Power of One" die Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten weiter ausbauen. Womöglich kommt es in diesem Kontext sogar zu einer Fusion der Sparten Communications und Media, auch wenn offiziell erst mal von Transformation die Rede ist. Dennoch: "Dirk Kedrowitsch sieht für den weiteren Verlauf dieser Transformation und innerhalb der möglichen Veränderungen keine Rolle für sich", teilt Publicis-Manager Lortz mit.

Lortz war vor kurzem neben seiner Rolle als Chef der deutschen Mediasparte von Publicis auch zum CEO von Publicis Communications berufen worden. Beobachter sehen darin einen ersten Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Zusammenlegung der beiden Einheiten. Lortz selbst hatte anlässlich seiner Berufung erklärt: "Wir streben eine stärkere Integration der Agenturen von Publicis Communications und Publicis Media an. Dazu wollen wir im Sinne unserer Kunden eine gemeinsame Plattform aufbauen."


Die Zahlen von Publicis Pixelpark haben sich nicht gut entwickelt. Für das Jahr 2017 (aktuellere Daten liegen nicht vor) weist die Agentur einen Verlust von 1,7 Millionen Euro aus. Justin Billingsley, Publicis-Chef für die DACH-Region, begründet diesen Verlust mit Investitionen in Restrukturierung und Weiterbildung und erklärt das operative Geschäft für gesund.

Wohin es den bisherigen Agenturchef Kedrowitsch zieht, ist nicht bekannt. Sein langjähriger Weggefährte Wagner heuert spätestens Anfang 2020 als Digitalchef bei der WPP-Agentur Thjnk an. Es wäre alles andere als eine Überraschung, wenn sich auch für Kedrowitsch ein Platz bei Thjnk finden würde. mam
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