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Daimler-Transformationsexperte Conrad Fritzsch wechselt auf Agenturseite

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Conrad Fritsch wechselt die Seiten - und bleibt Daimler doch erhalten
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Conrad Fritsch wechselt die Seiten - und bleibt Daimler doch erhalten
Vier Jahre lang war Conrad Fritzsch in verschiedenen digitalen Führungspositionen, zuletzt als Global Head of Digital Agency Model & Data Activation, bei Daimler tätig. Jetzt wechselt er auf Agenturseite - und bleibt dem Stuttgarter Autobauer so doch erhalten. Denn Fritzsch wird Global Chief Transformation Officer bei Daimlers Exklusivagentur Publicis Emil.
In der neu geschaffenen Rolle bei der Agentur wird Fritzsch wie schon auf Kundenseite weiterhin die Einführung und Skalierung des vor zwei Jahren eingeführten Agenturmodells vorantreiben, mit dem Ziel, Daimler endgültig zum digitalen Automobilhersteller zu transformieren. Wie Publicis mitteilt, liegen die Schwerpunkte dabei auf der Skalierung des Agenturmodells zur Integration aller Geschäftseinheiten, der Erweiterung des geografischen Fußabdrucks auf alle Regionen, - insbesondere auf Deutschland, die USA und China - sowie der Entwicklung eines globalen Arbeits- und Kulturmodells innerhalb der Agentur. Zudem soll Fritzsch dabei helfen, das Publicis-Modell "Power of One" für andere Kunden der Gruppe auszubauen und zu skalieren.

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"Conrad ist ein echter Treiber des Wandels, und seine Partnerschaft hat entscheidend dazu beigetragen, dass das für Mercedes-Benz geschaffene Agenturmodell rasch und erfolgreich umgesetzt werden konnte", sagt Justin Billingsley, Global CMO von Publicis. "Der Erfolg des Modells ist nicht einseitig, sondern erfordert Veränderungen, damit beide Partner ein Team ohne Grenzen und Silos bilden können, das sich einer Vision verschrieben hat: die digitale Transformation von Mercedes-Benz. Die Ernennung von Conrad ist die nächste natürliche Phase der Transformation für Mercedes-Benz, und ich freue mich, dass er enger als je zuvor mit uns zusammenarbeiten wird."

Fritzsch selbst ergänzt: "Im Kern ist die Transformation eine kulturelle Aufgabe. Kultureller Wandel ist entscheidend, und in den letzten Jahren habe ich mich darauf konzentriert, diesen Wandel bei Mercedes-Benz durch die Vereinheitlichung globaler Prozesse und Regionen, die Auflösung von Silos und die Infragestellung traditioneller Denkweisen voranzutreiben." Das Ziel dabei sei es, bessere Entscheidungen auf der Basis von Daten zu treffen und dadurch höhere Konsistenz, Effizienz und Effektivität zu erlangen. "Unser Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie wir es der Marke Mercedes-Benz ermöglichen, mit Kunden weltweit in Verbindung zu treten, indem wir wirkungsvolle Geschichten und Erlebnisse liefern, die durch Daten gesteuert und durch Technologie verbunden sind, um Herzen und Köpfe weltweit zu beeinflussen", so der Digitalexperte weiter.

Conrad Fritzsch war 2018 auf Seiten von Daimler federführend an dem Pitch beteiligt, aus dem die Exklusivagentur Publicis Emil hervorging und leitete anschließend die Zusammenarbeit. Unter seiner Führung wurde das Agenturmodell in 40 Märkten eingeführt und der Einsatz von Daten zur Kundenbindung bei Daimler neu gestaltet. Seine berufliche Laufbahn startete der Ostberliner 1993 mit der Gründung einer Agentur, die sich auf die Kommunikation für Menschen in Ostdeutschland
spezialisierte, um ihnen Produkte aus dem Westen zu nahezubringen. Anschließend gründete er den Online-Musikfernsehsender Tape.tv, bevor er 2016 zu Daimler wechselte. Bei dem Autokonzern gründete er das "Digitale Haus", das die Vision, die Nummer eins unter den digitalen Automobilherstellern zu werden, beschleunigen sollte. tt
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