Special

Der Kurzfilm zeigt die Schönheit der Leere und soll ein Plädoyer dafür sein, dass auch unter widrigen Umständen besondere Filme entstehen können
Dominik Meis
Produktion unter Corona-Bedingungen

Mit diesem poetischen Film trotzen die freien Kreativen aus Film und Werbung der Krise

Der Kurzfilm zeigt die Schönheit der Leere und soll ein Plädoyer dafür sein, dass auch unter widrigen Umständen besondere Filme entstehen können
In Sachen Realfilm geht aktuell nichts mehr? Von wegen! Den Gegenbeweis tritt aktuell eine Gruppe von freien Kreativen aus Film und Werbung an, die damit PR in eigener Sache machen wollen. Gemeinsam haben sie einen poetisch anmutenden Film realisiert, der in intensiven Bildern die Schönheit der Leere einfängt.
von Bärbel Unckrich Dienstag, 21. April 2020
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Deutschland steht still. Das dokumentiert der Film in ruhigen Bildern von Orten, die üblicherweise stark belebt sind, nun aber wie ausgestorben wirken. Dazu erzählt eine Stimme auf dem Off in lyrischen Worten, welche Chancen im derzeitigen Stillstand liegen, kann er doch auch für einen baldigen Neubeginn stehen. Caro Ellert hat die von der Schauspielerin Bibana Beglau gesprochenen Worte getextet. Hier ein Auszug aus dem Voice-Over: "Flieg durch die leere, neue Welt und stell dir vor: Wenn man zusammenhält, dann wird aus dieser Leere plötzlich Raum. Raum für einen Neubeginn."


Der Film, bei dem Regisseur Florian Meimberg Regie führte, will nicht nur generell Mut machen. Er ist auch ein Beleg dafür, was im Bereich Werbefilm selbst unter den derzeit mehr als schwierigen Bedingungen möglich ist. "Wir wollten zeigen, wie man gemeinsam etwas bewegen kann", sagt Initiator Dominik Meis. "Zugleich konnten wir einen Case für die ganze Branche und ihre Auftraggeber schaffen, der eindrucksvoll belegt, zu welchen Leistungen wir auch unter widrigen Umständigen fähig sind."

Meis hat den Film produziert. Seine Mitstreiter hat er in zunächst in der Facebook-Gruppe "Zukunft Filmproduktion Deutschland: Nicht ohne uns!" akquiriert und später dann eine eigene Gruppe namens "Die freien Kreativen aus Film und Werbung" gegründet. Die Herstellung des Films ist unter strenger Beachtung der derzeit gültigen Corona-Vorsichtsmaßnahmen entstanden: Deutschlandweit drehten zwölf Kameramänner und -frauen jeweils allein. Auch die gesamte Postproduktion - Schnitt, Compositing, Musik, Sprachaufnahme und Sounddesign - wurde aus dem Homeoffice heraus organisiert.


Neben Produzent Meis, Regisseur Meimberg, Kreativdirektorin Cora Ellert und Sprecherin Beglau sind folgende freien Filmschaffenden und Unternehmen mit an Bord gewesen: Jens Berthold, David Bochmann, Neels Feil, Lars Goldbach, Daniel Haussmann, Christoph Knorr, Britta Mangold, Pascal Remond, Cedric Schanze, Dennis Schmelz, Max Tsui und Roland Wagner (alle Kamera), Kathrin Hopf (Moods/Style), Dennis Karsten (Schntt), Biggi Klier (Grading), Deli Pictures (Postproduktion), Petr Eremin (VFX), Peter Hayo von Perkypark Music (Musik/Sounddesign), Massive Voices (Studio) und Lukas Walter (Ton). bu
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