Positionierung

Golin will wieder eine PR-Agentur sein

Uta Schwaner führt die Geschäfte bei Golin Deutschland
© Photography Schaarschmidt
Uta Schwaner führt die Geschäfte bei Golin Deutschland
Lange Zeit konnten Agenturen gar nicht integriert genug aufgestellt sein. Jeder noch so kleine Dienstleister aus jeder noch so randständigen Disziplin wollte ein Fullservice-Anbieter sein. Die Agentur Golin aus der IPG-Gruppe geht jetzt den umgekehrten Weg und positioniert sich wieder ausdrücklich als PR-Spezialist. Damit verfolge man den Anspruch, "den Stolz auf die Wirkung von PR in die Branche zurückzubringen und den Kunden messbare Ergebnisse zu liefern", heißt es in einer offiziellen Mitteilung.
Die Neuausrichtung folgt einer Vorgabe des internationalen Networks. "In den letzten Jahren haben Agenturen - einschließlich Golin - den Begriff Öffentlichkeitsarbeit durch populäre Buzzwords weitestgehend ersetzt", schreibt die Agentur durchaus selbstkritisch. "Mit der eindeutigen Positionierung als PR-Agentur will Golin die Bedeutung von effektiver Öffentlichkeitsarbeit neu definieren und Unternehmen sowie Talenten der Branche den Wert von PR-Maßnahmen deutlich machen", heißt es in der Mitteilung weiter.


In Deutschland wird Golin von Managing Director Uta Schwaner geführt. Die Agentur ist ein Joint Venture mit der IPG-Schwester GGH Mullen Lowe. An der Zusammenarbeit mit der Werbeschwester will Schwaner auch in der neuen Konstellation festhalten. Golin ist bislang in Hamburg und München vertreten. Seit Anfang des Monats gibt es auch eine kleine Niederlassung in Frankfurt. Zuletzt konnte ein namhafter Pharma-Kunde gewonnen werden, dessen Name die Agentur allerdings noch nicht verrät. Aktuell beschäftigt Golin Deutschland rund zehn Mitarbeiter, für das kommende Jahr ist eine Verdoppelung geplant. mam
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