Pitch-Entscheidung

Serviceplan gewinnt globalen Vorwerk-Etat

Die Serviceplan Gruppe überzeugt Vorwerk
© Serviceplan
Die Serviceplan Gruppe überzeugt Vorwerk
Vorwerk bastelt an einem neuen Auftritt und holt sich dafür externe Unterstützung ins Haus. Im Pitch des Wuppertaler Staubsauger- und Thermomix-Herstellers überzeugen konnte Serviceplan. Die Münchner Agenturgruppe wird das Unternehmen bei der Entwicklung der globalen Markenstrategie sowie bei der Umsetzung in kommunikative Maßnahmen unterstützen. Für den neuen Großkunden legt sich Serviceplan ordentlich ins Zeug. Auf dem Etat werden Spezialisten unterschiedlichster Serviceplan-Agenturen arbeiten.
Serviceplan hat sich den Etat nach eigenen Angaben in einem "umfangreichen Pitch" gesichert. Details dazu, etwa welche Agenturen sonst noch präsentiert haben und wie viele, sind nicht bekannt. Unklar ist auch, wie sich die Etatvergabe auf die Geschäftsbeziehungen zu anderen Agenturen auswirkt. So hatte sich erst Mitte vergangenen Jahres Track den CRM-Etat von Vorwerk gesichert. Kurz zuvor hatte Vasata Schröder, das damals noch unter VSF&P firmierte, den Online-Marketing-Etat des Unternehmens gewonnen


Relativ klar ist dagegen der Plan, den die Serviceplan-Gruppe für ihren neuen Kunden ausgeheckt hat. So soll die noch zu erarbeitende globale Markenstrategie von Spezialisten-Teams umgesetzt werden, die entweder von Serviceplan-Agenturen oder den Kreativspezialisten von Plan.Net rekrutiert werden und die sich auf die Bereiche Design, Markenkommunikation, Digital und UX sowie Consulting und Governance spezialisiert haben. Im Lead ist jedoch Serviceplan Campaign rund um die Geschäftsführer Christian Sommer, Markus Koch und Ben Hug. Diese übernehmen die Steuerung und Betreuung des Kunden in enger Abstimmung mit dem globalen Key Account Management unter der Führung von Serviceplan-Geschäftsführer Vincent Schmidlin. Als Ansprechpartner für Vorwerk fungiert Diane Schulz, Business Director Global Key Accounts. 

Dass Serviceplan für Vorwerk ganz neue Teams zusammenstellt, hält man bei der Agenturgruppe für zeitgemäß. "Markenführung bedeutet heute, agile Arbeitsweisen und flexible Teamzusammenstellungen anzubieten, um die vielseitigen und sich schnell wandelnden Aufgabenstellungen verlässlich bewältigen zu können", sagt Schmidlin. 


„Markenführung bedeutet heute, agile Arbeitsweisen und flexible Teamzusammenstellungen anzubieten, um die vielseitigen und sich schnell wandelnden Aufgabenstellungen verlässlich bewältigen zu können.“
Vincent Schmidlin
Vincent Schmidlin
© Serviceplan
Vincent Schmidlin
Gleichwohl ist der Etatgewinn mit jeder Menge Arbeit verbunden. Neben der Entwicklung der globalen Markenstrategie soll Serviceplan dabei helfen, den neuen Markenauftritt auf allen Touchpoints intern wie extern in Kommunikation zu übersetzen. Zu den Maßnahmen zählen neben einer globalen Governance Struktur die Implementierung einer weltweiten Markentonalität, einer neuen Corporate Identity wie auch globale Kommunikationskampagnen für alle Produktmarken. Zudem wird die Serviceplan Gruppe ein Konzept für einen einheitlichen Store-Auftritt entwickeln.

Was die Aufgabe kniffelig macht, ist der Umstand, dass Vorwerk nicht nur Verbraucher im Sinn hat. Denn Zielgruppe sind neben den Endkunden vor allem auch die Mitarbeiter sowie der große Anteil an Kundenberatern des Direktvertriebs.

"Mit unserer strategischen Initiative ‚Global Brand Management‘ stellen wir die Markenstrategie, die Markenpositionierung sowie die Markenarchitektur der Vorwerk Gruppe komplett neu auf. Im Fokus steht, die Kommunikation mit Emotionen aufzuladen und sicher zu stellen, dass in allen Gesellschaften und über alle Touchpoints hinweg global ein konsistenter Auftritt existiert", erklärt Hillary Roche, Vice President Marketing, International bei Vorwerk, die Herausforderung. 
Wann genau der neue weltweite Auftritt in Gänze zu sehen sein wird, ist unklar. Teile davon waren bereits im Frühjahr öffentlich geworden, als Vorwerk sein neues Thermomix-Modell TM6 launchte. Die Launch-Strategie hatte dem Unternehmen damals einigen Ärger mit Bestandskunden eingebracht. mas
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