Philipp und Keuntje

So denken HORIZONT-Leser über das umstrittene Astra-Plakat

Dieses Motiv fliegt Astra um die Ohren
© Astra / Twitter
Dieses Motiv fliegt Astra um die Ohren
Das "Wolle Dose kaufen?"-Motiv von Astra sorgt seit Ende vergangener Woche für Wirbel in der Werbebranche. Die Vorwürfe, das Plakat sei rassistisch, veranlassten sogar Philipp-und-Keuntje-Chef Torben Hansen zu einem ausführlichen Statement. Wir haben unsere Leser nach ihrer Meinung gefragt.
Die große Mehrheit der HORIZONT-Leser (62 Prozent) sind der Meinung, dass das Motiv, in dem ein Inder in einem Meerjungfrauenkostüm zu sehen ist, nichts mit Rassismus zu tun hat. Für etwas mehr als jeden Vierten (27 Prozent) hingegen bedient das doppeldeutige Motiv von Philipp und Keuntje rassistische Klischees. Der Rest (11 Prozent) ist unentschieden.


Die Umfrage wurde von HORIZONT Online in Form einer Opinary-Abstimmung durchgeführt, die in allen Meldungen zur Causa Astra eingebettet war (siehe unten). Bislang haben knapp 1300 Personen ihre Meinung abgegeben (Stand: 13.8.2018, 12:00 Uhr). Auf dem Kreisbogen können die User sich verorten und zu einer Debatte positionieren. Die Abstimmung ist nicht repräsentativ.

Astras Plakatmotiv, eine Anspielung auf den in deutschen Großstädten häufig anzutreffenden indisch-stämmigen Rosenverkäufer, hatte die Kritiker auf den Plan gerufen. "Ein Inder in Meerjungfrauenkostüm? Ein ganz ganz ganz billiges Wortspiel? In erster Linie ist dieses Motiv schlechte Arbeit. Ein Offenbarungseid für die Agentur und den Kunden", schrieb etwa Johannes Appel, der selbst viereinhalb Jahre bei Philipp und Keuntje gearbeitet hat und daher auch "jahrelang nah dran an der Kampagne" war, in einem Facebook-Kommentar.


Nachdem sich bereits Astra zu der Kritik äußerte und einräumte, mit diesem Motiv daneben gelangt zu haben, bezog am Freitag auch Philipp-und-Keuntje-Chef Torben Hansen Stellung. Der Werber zeigte sich darin sehr selbstkritisch: "Jedes Motiv, das dahingehend missverstanden beziehungsweise interpretiert wird, wie dieses jetzt, ist ein schlechtes", stellt der PuK-Geschäftsführer gegenüber HORIZONT Online klar. "Wir wollen nun wirklich kein Wasser auf die Mühlen rassistischer Idioten gießen. Und wir entschuldigen uns bei allen, die sich durch unser Motiv angegriffen, bloßgestellt oder lächerlich gemacht fühlen - Punkt." ron

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