Fünf Take-Aways zu Corona

Wie sich Shopping-Verhalten und Alltag verändert haben

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Für viele Menschen zählt das bewusstere und gezieltere Auswählen von Marken zum "New Normal"
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Für viele Menschen zählt das bewusstere und gezieltere Auswählen von Marken zum "New Normal"
In einer finalen Erhebungswelle hat die Full-Service-Agentur MRM ihre Umfrage zu "Relationships in Times of Social Distancing" (#RTSD) durchgeführt. Das Ziel dabei: Herauszufinden, was Menschen in Zeiten der Corona-Krise umtreibt und wie sich ihr Verhalten nachhaltig verändert. Die Ergebnisse hat die Agentur wieder in fünf anekdotischen Take-Aways inklusive humorvoller Grafiken zusammengefasst. Physische Distanz scheint im Juni normaler geworden zu sein, der Drang zur Bewegung weniger.
Nach 20 Wochen unter dem Einfluss der Corona-Pandemie wollte MRM wissen, inwiefern sich die Menschen an ein "New Normal" gewöhnt und ihre Gewohnheiten angepasst oder auch Altbewährtes wieder aufgegriffen haben. Nachfolgend die neuesten Erkenntnisse:


Take-Away 1: Der Lebensstil vieler Menschen hat sich seit März in einigen Bereichen verändert: Das betrifft zum Beispiel den Umgang mit Bargeld, von dem jetzt nur noch 68 Prozent der Befragten angaben, es weiter nutzen zu wollen, während es im März noch 80 Prozent waren. Weniger Bereitschaft zum Händeschütteln (35 Prozent taten dies noch im Juni gegenüber 64 im März), größere Hemmungen als bisher, von den Tellern anderer zu essen (48 Prozent hätten dies im März noch getan, 30 Prozent im Juni) oder sich Getränke zu teilen (März: 42 Prozent Bereitschaft, Juni: 26 Prozent) gehen ebenfalls mit dem weniger berührungsorientierten Miteinander einher.
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Take-Away 2: Im Juni spielte die Integration von Bewegung und sportlichem Training in die neuen Routinen keine so große Rolle mehr wie noch in früheren Stadien des Lockdowns. Im vergangenen Monat definierten nur 20 Prozent der Menschen Gehen als ihr tägliches Workout, im Mai waren es noch 32 Prozent. Schlafen tun die meisten Umfrageteilnehmer inzwischen länger, aber nicht unbedingt besser. Immerhin: Die "Snack-Attacken" sanken von 39 auf 15 Prozent.
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Take-Away 3: Das Shopping-Verhalten der Menschen ist bewusster geworden, aber auch weniger pragmatisch. Suchten 44 Prozent in den Anfangszeiten von Corona noch einfach nach dem, was verfügbar war, stimmen aktuell nur noch 25 Prozent der Shopping-Suchen mit den verfügbaren Beständen überein. 28 Prozent der Verbraucher suchen weiterhin nach Marken, die verantwortlich handeln und aus ihrer Sicht Potenzial zeigen, die Krise abzumildern. Funktionale Gebrauchsgegenstände, die im April hoch im Kurs standen, werden jetzt von bequemeren Einkäufen abgelöst. 
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Take-Away 4: Entgegen aller Ängste gaben die Befragten an, während der vergangenen Wochen auch immer wieder Glück gefunden zu haben. 8 bis 10 Uhr morgens bleibt die beliebteste Zeit für Kaffee, der für viele weiterhin den nötigen Auftrieb gibt, um den teils als deutlich länger empfundenen Tag zu überstehen.
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Take-Away 5: Die durchschnittliche Screen Time der meisten Menschen bleibt insgesamt unverändert. Laptop und Computer werden weiterhin am häufigsten genutzt, es folgen Smartphones, Fernseher, Tablets und Videospiele. In Bezug auf die aktuell meistgenutzten Apps kann sich Netflix als klarer Sieger durchsetzen, gefolgt von Instagram auf Platz 2 und Amazon auf Platz 3.

In Bezug auf das Arbeiten ergab sich in der vierten Umfragewelle übrigens, dass deutlich weniger der Teilnehmer ihr Team vermissen (13 Prozent im Juni, im März noch 40 Prozent). Gleichzeitig sind die Geduld mit Kollegen von 32 auf 11 Prozent und die Nachsicht bei Fehlern von anderen von 17 auf 6 Prozent gesunken.


MRM hat in den vergangenen drei Monaten wöchentlich einen fünfminütigen Fragebogen an seine weltweit über 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesendet. Daraus wurden Trends identifiziert, die ein Gesamtbild der Branche und ihrer Vorreiterrolle für Unternehmen und Marken bieten sollen. hmb
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