OMG-CEO Paul Remitz

"Ich bin kein Autokrat. Das wäre ja grauenvoll"

Paul Remitz im Interview mit HORIZONT
© Omnicom
Paul Remitz im Interview mit HORIZONT
Es war eine der Top-Personalien 2018: Im Mai wechselte Paul Remitz von Mediacom zur Omnicom Media Group, wo er die Nachfolge von Florian Adamski antrat. In seinem ersten Interview als OMG-Chef spricht Remitz nun mit HORIZONT ausführlich über seine strategischen Pläne und erklärt die Ambitionen der neuen Daimler-Agentur Artful Media Intelligence.

Herr Remitz, Sie stehen seit Mitte Mai an der Spitze der Omnicom Media Group Germany. Wie ist es Ihnen denn seither ergangen? Sehr gut. Ich bin hier mit offenen Armen und total herzlich aufgenommen worden.

Immerhin kamen Sie vom Erzrivalen Group M, wo Sie lange an der Spitze von Mediacom standen. Ein Kennzeichen der Omnicom Media Group ist eine große Offenheit, das gilt auch im Umgang miteinander. Außerdem kennt man sich in der Branche ja, es gibt viele Kontakte und Bekanntschaften über Network-Grenzen hinweg. Ich bin also nicht als völlig Unbekannter gekommen.

Wie stark unterscheiden sich die Unternehmenskulturen von WPP und Omnicom? Beide Networks wurden in den 80er Jahren gegründet, WPP von einem Finanzmanager, Omnicom von drei Werbern. Es ist schon faszinierend, wie sehr das bis heute nachwirkt. WPP hat immer die Strategie verfolgt, möglichst alles selbst zu besitzen und zu entwickeln, während die Omnicom Media Group stark dem Open-Source-Gedanken verpflichtet ist. Das sind schon zwei sehr unterschiedliche Systeme.

Als Mediacom-Chef waren Sie naturgemäß Anhänger von System 1. Beide Philosophien haben ihre Stärken und Schwächen. Ich glaube, dass das Modell von Martin Sorrell lange Zeit wahrscheinlich tatsächlich das überlegene war.

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