Neue taz-Kampagne

Überground wirbt für furchtlosen und unabhängigen Journalismus

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Motiv aus der neuen TAZ-Kampagne von Überground
© TAZ
Motiv aus der neuen TAZ-Kampagne von Überground
Ein richtig fettes Budget ist es nicht, das sich Überground mit dem taz -Etat an Land gezogen hat. Dafür aber einen Kunden, den wohl viele Kreative in Deutschland gerne betreuen würden. Vor allem die Texterinnen und Texter der Hamburger Agentur durften sich hier mal so richtig austoben. "Keine Angst vor Niemand" lautet der neue Claim für die unabhängige, linksalternative Tageszeitung.
Motiv aus der neuen TAZ-Kampagne von Überground
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Motiv aus der neuen TAZ-Kampagne von Überground
Mit dieser Formel soll die Haltung der taz auf den Punkt gebracht werden. Nicht minder frech sind die Headlines auf den unterschiedlichen Plakaten, Online-Bannern, im Fahrgastfernsehen und den Social-Media-Assets, die zum Einsatz kommen sollen. "Deutschland ist schlimm. Wir sind schlimmer" heißt es da beispielsweise oder "No Zeitung for Old Man".
Mit frechen Sprüchen will die TAZ neue Leser gewinnen
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Mit frechen Sprüchen will die TAZ neue Leser gewinnen
"Wir glauben, dass uns ein kreativer Blick von außen gut tut", erklärt Wilhelm Vogelpohl, der bei der taz Verlagsgenossenschaft für Marketing und Werbung verantwortlich ist. Für Überground habe er sich entschieden, weil ihm die von starken Frauen geprägte Aufstellung der Agentur gefällt. Sein Team hat schon in der Vergangenheit mit unterschiedlichen Agenturen zusammengearbeitet - zuletzt mit Dojo in Berlin, die vor einigen Jahren eine erfolgreiche Kampagne für die taz am Wochenende entwickelt hat. Als geradezu legendär gilt außerdem die taz -Werbung aus den 80ern von Michael Schirner mit dem Claim "Eine muss es sagen."
Vor allem junge Zielgruppen sollen als neue Leser gewonnen werden
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Vor allem junge Zielgruppen sollen als neue Leser gewonnen werden
Aktuell bereitet sich die Tageszeitung auf ohne Zukunft ohne gedrucktes Blatt vor. Ob diese wirklich schon 2022 kommen wird, wie der langjährige Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch, der seit Ende 2019 im Ruhestand ist, schon vor einigen Jahren prognostiziert hat, ist noch ungewiss. Der aktuelle Geschäftsführer Andreas Marggraf hat erst vor wenigen Tagen im Videointerview mit Turi2 und HORIZONT erklärt, dass dieser Tag definitiv kommen wird, weil die gedruckte Auflage sukzessive runtergeht. Mit einer neuen App will sich die taz schon jetzt auf ihre papierlose Zukunft vorbereiten und nimmt dem Launch zum Anlass für besagte Markenkampagne. Mit dem doppeldeutigen Zusatz "Ab sofort mit noch mehr Links" machen unterschiedliche Motive auf das digitale Angebot der Zeitung aufmerksam. "Mit der Kampagne wollen wir vor allem junge Menschen erreichen und Zielgruppen, die vielleicht noch gar nicht wissen, dass es uns gibt", erklärt Vogelpohl. "Wir glauben, dass es viele Menschen gibt, denen wir erstmal erklären müssen, was die taz macht." Man wolle mit dem Werbeauftritt betonen, wie einzigartig die linksalternative Zeitung ist und natürlich neue Leser gewinnen. Überground habe seinem Team ein Toolkit an die Hand gegeben, mit dem es in den kommenden Jahren weiterarbeiten und unterschiedlich intensive Impulse geben kann. Die ersten Maßnahmen sind schon Anfang dieser Woche gestartet, aber es werde noch deutlich mehr zu sehen geben.


Im Fokus der Kommunikationsmaßnahmen steht nicht nur App, sondern auch bestimmte Sonderausgaben wie beispielsweise die morgen erscheinende Klima-taz . Anlässlich des Global Strike Day am 25. September 2020 werden Klimaaktivisten für einen Tag die digitale und gedruckte taz übernehmen. bu
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