Neue Führung

Grey bestätigt die Verpflichtung von Jan-Philipp Jahn und Francisca Maass

Jan-Philipp Jahn und Francisca Maass übernehmen das Ruder bei Grey Germany
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Jan-Philipp Jahn und Francisca Maass übernehmen das Ruder bei Grey Germany
Seit Freitag voriger Woche wissen es die Leser von HORIZONT+. Jetzt kommt die offizielle Bestätigung: Jan-Philipp Jahn und Francisca Maass übernehmen die Führung von Grey Germany. Wie die WPP-Tochter mitteilt, kommt Jahn im Mai als CEO an Bord. Bislang steht er bei Serviceplan unter Vertrag. Kreativchefin Maass nimmt die Arbeit bereits im April auf. Sie war zuletzt für Thjnk tätig. Beide berichten an Europachef Eduardo Maruri.
Jahn und Maass kennen sich aus früheren gemeinsamen Zeiten - beide starteten bei Springer & Jacoby und arbeiteten später zusammen bei Serviceplan. Später trennten sich ihre Wege: Jahn ging für Serviceplan ins Ausland und baute dort die Niederlassungen in Dubai und China auf. Maass entwickelte für Thjnk die Niederlassung in München. "Durch ihre Expertise im Aufbau von Standorten wissen Francisca und Jan-Philipp sehr genau, wie komplexe und kreative Prozesse auf Augenhöhe mit den Kunden umgesetzt werden müssen", sagt Europachef Maruri.


Die Berufung kommt durchaus überraschend. Erst Ende 2018 hatte Grey angekündigt, den bisherigen Chef Dickjan Poppema nicht durch einen neuen CEO zu ersetzen, sondern stattdessen die Verantwortung einem Managementtrio mit COO Daniel Bieber, Kreativchef Fabian Kirner und Strategiechef Kim Florio zu übertragen. Poppema hatte bereits Anfang vorigen Jahres angekündigt, die Agentur spätestens Mitte 2019 zu verlassen. Warum man erst die Inthronisierung des Trios ohne CEO verkündet und bald darauf einen neuen Chef und eine neue Kreativchefin präsentiert, dazu findet sich in der offiziellen Mitteilung von Grey keine Erklärung.

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Fakt ist: Der bisherige CCO Kirner wird die Agentur verlassen. COO Bieber und Strategiechef Florio sollen dagegen weiter an Bord bleiben, genauso wie der erst im vorigen Jahr installierte Finanzchef Dirk Lapaz. Sie sollen Jahn und Maass bei der Erneuerung der Agentur helfen. Grey hatte zuletzt einige große Etats verloren und war deutlich geschrumpft. Für den Neustart ist offenbar auch ein weiteres Büro denkbar. In der Pressemitteilung heißt es, dass Jahn und Maass "eine mögliche Standorterweiterung in Erwägung ziehen, um Kundennähe und Agilität" zu gewährleisten.


Zum beziehungsweise kurz vor Amtsantritt geben sich die beiden Neuen kämpferisch: "Die Grey Group ist der bedeutendste Kreativzweig im WPP-Netzwerk. Mit der Power dieses Netzwerks im Rücken wird Grey Germany Erfolgsgeschichte schreiben und ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team, unseren Partnern und den Kunden die nächsten Schritte zu entwickeln", sagt der künftige CEO Jahn. Und Maass ergänzt:  "Wir werden uns agil aufstellen, die Kundennähe zur obersten Maxime erheben und für Grey Germany wieder den Platz erobern, der der Agentur zusteht. Konkret heißt das: Wir werden es kreativ mit den Top 5 in Deutschland aufnehmen." mam
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