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Deloitte-Manager Andy Main wird globaler CEO bei Ogilvy

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Andy Main
© Ogilvy
Andy Main
Dass Agenturen und Beratungshäuser zunehmend im selben Teich fischen, ist bekannt. Und so wundert es auch nicht, dass ein langjähriger Berater nun weltweiter Chef eines renommierten Kreativnetworks wird. Die Rede ist von Andy Main. Der langjährige Deloitte-Manager heuert als weltweiter Chef bei Ogilvy an. 
Main ist seit 1999 bei Deloitte tätig, zuletzt als globaler Chef von Deloitte Digital. Bei Ogilvy tritt er ab Ende Juli in die Fußstapfen von John Seifert. Der Manager, der in den letzten fünf Jahren als globaler Ogilvy-CEO agierte, hatte bereits im April nach 41 Jahren bei Ogilvy seinen Rücktritt angekündigt.


"Ogilvy ist ein Name, der für ein hohes Maß an Kreativität und strategischem Know-how steht. Ich fühle mich geehrt, der nächste CEO von Ogilvy zu werden. Wir haben eine großartige Gelegenheit, Kunden zu nachhaltigem Wachstum zu verhelfen, indem wir Ogilvys Kreativität nutzen, um nicht nur Marken, sondern ganze Unternehmen zu transformieren", sagt Main zu seinem neuen Job.

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Obwohl Main seit gut 20 Jahren bei Deloitte tätig ist, ist ihm die Agenturbranche nicht fremd. Deloitte Digital, dessen Chef er 2014 wurde, hat während seiner Amtszeit eine Reihe von Agenturen wie die schwedische Kreativagentur Acnedie Londoner Designschmiede Market Gravity sowie die US-Agentur Heat und den Stockholmer Dienstleister Mobiento übernommen. Dadurch hat Main Deloitte Digital zu einem Unternehmen gemacht, das neben der Beratung auch Creative Services im Portfolio hat. Für sein Marketing-Know-how spricht auch, dass ihn Adweek zu den 100 angesehensten Führungskräften im Marketing zählt. Außerdem wurde der gebürtige Schotte, der seine Karriere bei Andersen Consulting begann, vom Consulting Magazine zu einem der Top 25 Berater der Welt ernannt.


Main lässt es sich nicht nehmen, bereits vor seinem offiziellen Start eine Botschaft zu den aktuellen Debatten um Rassismus und Sexismus zu adressieren. "Wir müssen ein Unternehmen mit einer Kultur der Zugehörigkeit sein, in der Talente mit unterschiedlichen Backgrounds während ihrer gesamten Laufbahn gefördert werden und die Chance erhalten, die allerhöchsten Ebenen des Unternehmens zu erreichen", sagt Main. Ogilvy habe dabei innerhalb des WPP-Netzwerkes eine große Verantwortung: "Ogilvy wird eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des klaren und unmissverständlichen Bekenntnisses von WPP zum Antirassismus spielen. Und zwar mit der Erkenntnis, dass wir nicht an unseren Worten, sondern an unseren Taten gemessen werden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den fantastischen Menschen bei Ogilvy und dem globalen WPP-Team."

Für Deutschlandchef 
Björn Bremer ist die Berufung Mains ein gutes Signal. "Unser Ziel in Deutschland ist es, als innovatives Unternehmen wahrgenommen zu werden, und nicht mehr nur als Kreativagentur. Wir freuen uns daher extrem über Andy Main. Er passt mit seinem Background ideal zu unserer Strategie." mas




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