Nachfolge von Jürgen Blomenkamp geregelt

Karin Ross wird CEO von Group M Germany

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Karin Ross rückt an die Spitze der deutschen Group M
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Karin Ross rückt an die Spitze der deutschen Group M
Seit Sommer vorigen Jahres ist klar, dass der langjährige Chef Jürgen Blomenkamp die deutsche Group M verlässt. Seither läuft die Nachfolgesuche - extern, aber auch in den eigenen Reihen. Nun ist die Entscheidung gefallen, und zwar für eine Managerin, die bereits für die Group M arbeitet.
Ab Anfang Februar führt Karin Ross als CEO die insgesamt 2100 Mitarbeiter starke Dachorganisation von Mediaagenturen wie Mediacom, Mindshare, Wavemaker und Essence. Die 39-Jährige ist seit 2009 für die Group M tätig. Sie kam seinerzeit als Director Media. 2015 stieg sie zum Chief Investment Officer auf, seit 2017 agiert sie als Chief Operating Officer. Aktuell befindet sich Ross in Elternzeit. Nach ihrer Rückkehr Anfang Februar wird sie bis August 2020 in Teilzeit arbeiten. "Ich bin meinen deutschen und internationalen Kollegen dankbar, dass sie mich beim Übergang in die neue Rolle unterstützen, speziell wenn es darum geht, Familie und Karriere in Einklang zu bringen", sagt Ross.


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Als neue Gruppenchefin wird sie die Gesamtausrichtung und Strategie des Agenturverbunds verantworten und das Executive Committee leiten, das sich aus den CEOs der einzelnen Tochteragenturen und weiteren Führungskräften von Group M zusammensetzt. Dazu gehören Finanzchef Dirk Stader, HR-Chefin Manuela Speckamp-Schmitt, Chief Digital Officer Daniela Tollert und Chief Investment Officer Thorsten Ebbing.

"Karin ist bereits ein großer Teil unseres Erfolgs und hat in über elf Jahren dazu beigetragen, unser Dienstleistungsportfolio zu erweitern und unsere Position zu stärken", sagt der scheidende CEO Blomenkamp. Group M ist nach wie vor die größte Mediaagenturholding in Deutschland. Zuletzt hat sie aber Federn lassen müssen. Laut Recma-Auswertung sank das Billingvolumen im Jahr 2018 um 4 Prozent auf 7,96 Milliraden Euro. Das reicht aber immer noch für einen Marktanteil von fast 35 Prozent.


Was Blomenkamp in Zukunft macht, ist noch nicht bekannt. Im Markt wird aber spekuliert, dass er sich womöglich Martin Sorrell und dessen neuer Gruppe S4 Capital anschließen könnte. Mit dem früheren WPP-Chef hat sich Blomenkamp während ihrer gemeinsamen Zeit bei der britischen Werbeholding stets gut verstanden. mam
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