Nach Buch-Aktion von Scholz & Friends

Bundestag senkt die Tamponsteuer

Mit "The Tampon Book" holt Scholz & Friends den ersten PR-Grand-Prix für Deutschland überhaupt
© The Female Company
Mit "The Tampon Book" holt Scholz & Friends den ersten PR-Grand-Prix für Deutschland überhaupt
Wenn das mal keine Werbung mit Wirkung ist: Scholz & Friends hat im Frühjahr dieses Jahres mit seinem Tampon-Buch, das in Zusammenarbeit mit The Female Company entstanden ist, eine gesellschaftliche Debatte rund um die so genannte „Tamponsteuer“ ausgelöst. Jetzt steht fest: Die Steuer für Damen-Hygieneprodukte wird tatsächlich heruntergesetzt. Das hat die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrer gestrigen Ausgabe berichtet.

Wie kam es dazu? Bis zur Veröffentlichung des Tampon-Buchs im April dieses Jahres war wohl den wenigsten Frauen bewusst, dass ihre Hygieneprodukte mit 19 Prozent teurer besteuert werden als Luxusprodukte wie Austern, Hummer oder Ölgemälde. Um auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen, hat The Female Company als Hersteller von Bio-Produkten für die Frauenhygiene ein mit Tampons gefülltes Buch herausgebracht, dass nebenbei auf humorvolle Weise mit Informationen und Fakten rund um die Menstruation gespickt ist. Da es sich hierbei um ein Buch handelt, mussten die Verbraucherinnen für ihre Bio-Tampons nur 7 Prozent bezahlen.


Das Tampon-Buch löste eine öffentliche Diskussion aus, die allein über Earned Media rund 9,3 Millionen Menschen erreichte. Scholz & Friends machte im Zuge dessen auch auf die bereits bei change.org lancierte Petition "Die Periode ist kein Luxus" aufmerksam. Die Juroren der diesjährigen Cannes Lions waren von den diversen Maßnahmen und dem Presseecho so begeistert, dass sie die Arbeit mit dem Grand Prix in der Kategorie PR würdigten. Ganz aktuell kam noch Silber beim Effie Germany dazu - angesichts der jüngsten Entwicklungen hätte es wohl eher Gold sein müssen.

Anfang Oktober hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz angekündigt, er wolle einen entsprechenden Gesetzesantrag für eine niedrigere Tampon-Besteuerung auf den Weg bringen. Jetzt ist es wohl so weit. "Erzeugnisse für Zwecke der Monatshygiene sollen schon nach dem Jahreswechsel nur noch mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent belegt werden", schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Entscheidung sei eine emotionale Debatte vorangegangen, heißt es weiterhin in dem Bericht. "Die hohe Besteuerung dieser Produkte stelle eine fiskalische Diskriminierung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts dar, die das Grundgesetz nicht erlaube."


Für Matthias Spaetgens, Kreativvorstand von Scholz & Friends, ist das neue Gesetz der beste Beweis dafür, dass Kreativität einen echten Beitrag für eine bessere Gesellschaft leisten kann. Sein Kunde The Female Company hat damit beweisen dass "Purpose-driven" mehr ist als ein Marketing-Buzzwort und man mit der richtigen Idee zur richtigen Zeit wirklich etwas verändern kann. bu

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