Nach Beschwerden von Tierschützern

HSE24 und Jung von Matt tauschen Hamster gegen Handy

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Riesen-Smartphone statt Hamster Hansi: HSE24 und Jung von Matt haben den umstrittenen Spot überarbeitet
© HSE24/Youtube
Riesen-Smartphone statt Hamster Hansi: HSE24 und Jung von Matt haben den umstrittenen Spot überarbeitet
Das animatronische Double war nicht genug: Obwohl Jung von Matt und HSE24 in ihrer in der Vorwoche gestarteten Kampagne keinen lebendigen Hamster quälten, zieht der Homeshopping-Sender den Spot nach Beschwerden von Tierschützern nun zurück. Stattdessen geht das Commercial in einer kurzfristig veränderten Form on Air - mit Handy statt Hamster Hansi.
Zur Erinnerung: Vor einer Woche starteten HSE24 und Jung von Matt/Saga die Kampagne "Unglaublich, aber wahr". Im Mittelpunkt dabei: ein selbstironischer TV-Spot (siehe unten), in dem eine junge Frau herausfinden will, wo ihre Freundin das neue stylische Kleid gekauft hat. Als Druckmittel nutzte die Protagonistin dazu einen Hamster, den sie drohte, im laufenden Mixer zu versenken. Am Ende jedoch ging alles gut, Hamster Hansi kam nicht zu schaden. Und gequält wurde das Nagetier auch nicht, schließlich kam ein sogenanntes "Animatronic Double", gewissermaßen ein Hamster-Roboter, beim Spotdreh zum Einsatz.
Doch diese Tatsache, die Kunde und Agentur sogar in einem Making-of-Clip auf Youtube dokumentierten, reichte dem leicht erregbaren Publikum in den sozialen Netzwerken nicht. Der Spot polarisierte auf Facebook. Einige fanden die Kampagne zwar witzig und amüsant, aber es traten auch wütende Tierschützer auf den Plan, die forderten, den Spot nicht mehr auszustrahlen. Und so überlegten sich HSE24 und JvM/Sage eine Alternative, die nach Angaben des Unternehmens über Nacht gefunden und produziert wurde: Hamster Hansi wurde in der digitalen Nachbearbeitung durch ein Smartphone ersetzt. Das sieht in der fertigen neuen Version des Spots (siehe unten), der ab heute zu sehen ist, zwar ziemlich riesig aus - das muss es aber auch sein, schließlich muss es den Hamster vollständig überdecken.
Der Vorschlag, statt Hamster auf ein Handy zu setzen, kam übrigens aus der Facebook-Community. "Wir haben ihn aufgegriffen, sind damit in die Offensive gegangen und haben aus dem computeranimierten Protagonisten Hansi ein Handy gemacht", so Sandra Rehm, Vorsitzende der Geschäftsführung von HSE24. "So bleibt die selbstironische Storyline, welche uns wichtig war, erhalten, denn es könnte wieder etwas Geliebtes im Mixer enden." Na dann: Ende gut, alles gut. tt
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