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Ogilvy feiert Comeback bei Milka - zusammen mit weiteren WPP-Agenturen

Die lila Kuh kehrt wieder zu Ogilvy zurück. Die Agentur holt sich dafür Verstärkung aus dem WPP-Verbund
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Die lila Kuh kehrt wieder zu Ogilvy zurück. Die Agentur holt sich dafür Verstärkung aus dem WPP-Verbund
Im Sommer war bekannt geworden, dass der Snack- und Süßwarenriese Mondelez seine Werbeetats bei den Holdings WPP und Publicis bündelt. Während sich die französische Gruppe um die Sparte "Gum and Candy" kümmern wird, betreut WPP unter anderem das Schokoladengeschäft. Jetzt ist klar, wie sie sich für die wichtige Marke Milka aufstellt.
Die Leadrolle für das internationale Mandat übernimmt das Ogilvy-Network. Die Agentur war bereits von 2004 bis 2010 für Milka tätig - zunächst lag die Verantwortung bei der Niederlassung in Frankfurt, später übernahmen die Kollegen in Paris. Auch in dem neuen Modell spielt das Pariser Büro von Ogilvy eine wichtige Rolle, ebenso die Filiale in Berlin.


Zusätzliche Verstärkung bekommt das Network von ebenfalls zu WPP gehörenden Boutique-Agenturen wie Ingo in Stockholm und David in Madrid. Zudem sollen weitere Kreativ-Ressourcen aus dem Holding-Verbund zur Verfügung gestellt werden, nach Informationen von HORIZONT auch von Agenturen aus Deutschland.

Damit will WPP dem Anspruch von Mondelez und Milka Rechnung tragen, von besonders kreativ ausgerichteten Werbedienstleistern betreut zu werden. So kamen nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Ogilvy im Jahr 2010 die US-Anbieter Crispin, Porter + Bogusky sowie zuletzt Wieden + Kennedy zum Zug. Wirklich gezündet haben deren Kampagnen für Milka im hiesigen Markt aber offenbar nicht, sodass man jetzt wieder dazu übergeht, mit Kreativen zusammenzuarbeiten, die die Historie der Marke im wichtigen deutschen und anderen europäischen Märkten gut kennen. Das Markenzeichen "lila Kuh" war Anfang der 1970er Jahre von Y&R Frankfurt erfunden worden. Neben dem hiesigen Markt werden Länder wie Russland, Polen, Frankreich, Österreich und die Schweiz eine wichtige Rolle bei den werblichen Aktivitäten von Milka spielen.


In Deutschland hat Mondelez im Jahr 2019 laut Nielsen bis Ende September brutto 92 Millionen Euro in die von dem Marktforschungsunternehmen erfassten Kanäle investiert. Das sind 13 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Welcher Budget-Anteil dabei auf Milka entfällt, ist nicht bekannt. Zum Vergleich: Ferrero hat von Januar bis Ende September laut Nielsen brutto 355 Millionen Euro für Werbung aufgewendet, ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahrseszeitraum. mam
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