"Mein Haus, mein Auto, mein Boot"

Warum Jung von Matt und die Sparkasse den legendären 90er-Spot neu auflegen

Eine Frau zeigt ihrem männlichen Widersacher in dem Spot, wo es in Sachen Rente lang geht
© Sparkasse
Eine Frau zeigt ihrem männlichen Widersacher in dem Spot, wo es in Sachen Rente lang geht
Es ist ein Klassiker der deutschen Werbegeschichte: der Spot "Mein Haus, mein Auto, mein Boot" von Jung von Matt für die Sparkasse aus den 1990ern. Jetzt legt das Kreativduo das legendäre Commercial neu auf und interpretiert es deutlich zeitgemäßer - mit einer Frau, die ihren männlichen Widersacher in die Schranken weist.
Mit der Kampagne adressieren Jung von Matt/Spree und die Sparkasse ein Thema, das in den gesellschaftlichen Diskussionen immer mehr Raum einnimmt: den Gender Gap in Gehaltsfragen. Aber Frauen verdienen nicht nur rund 21 Prozent weniger als Männer, sie bekommen auch 53 Prozent weniger Rente. Und das ist vielen Frauen nicht einmal bewusst. Deshalb macht der Deutsche Sparkassen- und Giroverband jetzt mit einem groß angelegten Werbeauftritt auf den "Renten Gap" aufmerksam und will Frauen zwischen 25 und 54 aufrütteln und sie dazu motivieren, sich aktiv um ihre Altersvorsorge zu kümmern.

Dazu interpretiert Jung von Matt/Spree den legendären Spot "Mein Haus, mein Auto, mein Boot" aus den 90er Jahren neu auf. Doch anders als Schober und Schröder in dem Original treffen sich nun Nina und Christoph zufällig in einem Restaurant. Er zeigt ihr mit überbordendem Selbstbewusstsein auf dem Smartphone "sein Altenheim, sein (seniorengerechtes) Bad und seinen Rollstuhl". Die Protagonistin antwortet prompt - und gewinnt das Wettbieten sehr zur Verwunderung ihres Opponenten haushoch. Dank ihrer Finanzberaterin von der Sparkasse. Die Botschaft am Ende des Commercials: "Unabhängig ist einfach."
"Die Vorsorgebereitschaft der Bevölkerung zu stärken, ist eine unserer Kernaufgaben als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut", sagt Silke Lehm, Leiterin der Marketing-Kommunikation beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband. "Wir sehen, dass es Frauen offenbar bisher noch nicht so gut gelingt, für ihr Alter vorzusorgen. Deshalb ist es wichtig, diese Kundengruppe stärker in den Fokus nehmen und sich gerade auch Frauen gegenüber als kompetenter Finanzpartner zu positionieren."



Die Kampagne läuft bis Ende Dezember und soll Frauen mit spezifischen Inhalten ansprechen und mit klaren Fakten konfrontieren. Neben Social-Media-Posts kommen Kooperatinen mit Influencern, digitalen Medien wie Edition F sowie Online-Plattformen großer Frauenmagazine wie Cosmopolitan, Desired.de und Wunderweib zum Einsatz.


Produziert wurde der Spot von Stink unter der Regie von Chiara Grabmayr. Hinter der Kamera stand Julian Hohndorf. Die Postproduktion übernahm Chimney in Berlin. tt
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