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American Express wechselt von Mindshare zu Universal McCann

American Express vertraut seinen Mediaetat der Interpublic-Agentur Universal McCann an
© American Express
American Express vertraut seinen Mediaetat der Interpublic-Agentur Universal McCann an
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Die Interpublic-Gruppe kann sich über einen großen Neukunden für ihre Mediasparte freuen. Nach einem Pitch hat American Express seinen weltweit auf rund 400 Millionen US-Dollar geschätzten Etat an die Agentur Universal McCann (UM) vergeben. Das Nachsehen hat unter anderem der langjährige Etathalter Mindshare aus der Group M von WPP.
Das Kreditkartenunternehmen hatte die Ausschreibung im Juni gestartet. Der neue Etathalter UM nimmt die Arbeit zum 1. Januar 2019 auf und soll eng mit den für den Kunden tätigen Kreativagenturen wie McGarry Bowen und Ogilvy kooperieren. Zu den Aufgaben gehört es, die neue weltweite Markenplattform "Powerful Backing" zu unterstützen und weiterzuentwickeln. "Wir haben uns für Universal McCann entschieden, weil wir von ihren Fähigkeiten in Bezug auf Medien, Technologie, Daten, Insights sowie von ihrer Teamaufstellung beeindruckt waren", sagt Elizabeth Rutledge, CMO von American Express.


Dem Vernehmen nach ist UM als Speerspitze eines größeren Teams der Muttergesellschaft Interpublic ins Rennen gegangen. Zu der US-Werbeholding gehört seit kurzem auch der Data-Anbieter Acxiom, der bereits für American Express tätig ist. Interpublic hatte Acxiom im Sommer für mehr als 2 Milliarden US-Dollar übernommen. Auch die anderen Pitchteilnehmer sollen auf Holdingebene angetreten sein, darunter Dentsu Aegis Network und Omnicom sowie Digitas (für Publicis) und Etathalter Mindshare (für GroupM/WPP).

Für die weltweit größte Werbeholding WPP ist der Verlust des Mediaetats von American Express nach der Entscheidung von Ford, große Teile seines Marketingbudgets künftig von BBDO betreuen zu lassen, und der Vergabe des Mediaetats von GSK an Publicis, ein weiterer Rückschlag. mam   

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