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Von Mindshare zu Carat - Stefan Uhl ist zurück

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Stefan Uhl ist wieder da
© Carat
Stefan Uhl ist wieder da
Da hat Klaus Nadler einen schönen Coup gelandet: Mit Stefan Uhl holt er einen der bekannten Köpfe der deutschen Media-Szene zu Carat. Der 49-Jährige wird am 15. Oktober einer von drei Standort-Chefs der Agentur und berichtet direkt an Klaus Nadler, dem CEO der Carat-Gruppe in Deutschland.

Uhl ist ein interessanter Fall unter den führenden Mediaagentur-Managern. Eigentlich war er immer bei Mindshare - nur nicht zwischen 2013 und 2017. Karrieretechnisch war das wahrscheinlich seine beste Zeit. In den viereinhalb Jahren legte er bei der Pullicis-Agentur Starcom Mediavest eine echte Erfolgsgeschichte hin. 2017 ging er zurück zu Mindshare, wo er davor schon 19 Jahre lang gearbeitet und es bis ganz nach oben geschafft hatte.



Die Konstellation bei Mindshare ist nicht identisch, aber durchaus vergleichbar mit der, die Uhl jetzt in Wiesbaden vorfindet: Beide Male fungiert er als Deutschlandchef, hat aber jemanden über sich. Bei Mindshare war es Katja Brandt, bei Carat jetzt Klaus Nadler. Das Zusammenspiel mit der als besonders durchsetzungsstark bekannten Brandt hatte nicht so richtig geklappt: Nach noch nicht einmal einem Jahr packte Uhl schon wieder seine Sachen und verabschiedete sich von seiner langjährigen Wirkungsstätte. Wer die Protagonisten ein bisschen kennt, weiß: Die Chancen, dass Nadler und Uhl menschlich wie fachlich harmonieren, stehen nicht schlecht.

Bei Carat trifft er nun auf ein Unternehmen, das sich im Umbruch befindet. Die zum Dentsu-Aegis-Network gehörende Agentur hat schwere Jahre hinter sich und war ziemlich außer Tritt geraten. Im Februar 2017 übernahm Klaus Nadler das Kommando, der sich sofort an umfangreiche Umbauarbeiten machte. Die scheinen sich auch auszuzahlen, die Agentur macht wieder einen deutlich stärkeren Eindruck - auch wenn zuletzt der Kunde Mondelez nach einem internationalem Pitch von der Fahne ging, was einen herben Schlag für die Agentur bedeutet. Auf der anderen Seite stehen Neukunden wie Douglas und Jaguar Landrover, auch die Verteidigung von Microsoft schlägt positiv zu Buche.


Die Verpflichtung von Stefan Uhl als Managing Director Carat Deutschland zieht eine weitere Personalrochade nach sich. Jens Erichsen, der den Job bisher innehatte, bleibt in der Geschäftsführung und übernimmt jetzt die Verantwortung für das Key Account Management.

Eine Pressemitteilung gibt es natürlich auch. Da lassen sich die drei Beteiligten wie folgt zitieren:

Klaus Nadler

"Ich freue mich sehr, dass wir Stefan Uhl für das Carat Network gewinnen konnten und dass Jens Erichsen als erfahrenen Beratungsgeschäftsführer dadurch den wichtigen Bereich des Key Accountings übernehmen kann. Mit Stefan Uhl verbinden wir gleichzeitig eine markenorientierte Denkweise, zu 100 Prozent kundenzentrierte Beratungsphilosophie und ausgeprägte Expertise in unternehmerischen Veränderungsprozessen. Vor allem ist er auch menschlich genau der Richtige für unser Team und um Carat entsprechend auszurichten."

Stefan Uhl

"Die gesamte Ausrichtung der Carat, die klar am Kunden orientiert ist und als Unternehmen kulturellen Wandel wirklich lebt, erachte ich als sehr differenzierend in der Agenturlandschaft. Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe bei Carat und diese Veränderung mitzugestalten."

Jens Erichsen

"Der Werbemarkt wird durch Fragmentierung und sich ändernde Mediennutzung komplexer und herausfordernder. Ich bin sehr sicher, dass Carat durch Beratung, die sich an den Bedürfnissen der Kunden orientiert, richtig positioniert. Ich freue mich dies in meiner neuen Rolle entscheidend mitzugestalten." js

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