Mediaagentur-Ranking von Comvergence

Initiative und Mindshare legen kräftig zu

Hatten 2018 einen guten Lauf: Christian Scholz (Initiative) und Katja Brandt (Mindshare)
© Initiative / Mindshare
Hatten 2018 einen guten Lauf: Christian Scholz (Initiative) und Katja Brandt (Mindshare)
Mediacom bleibt die größte deutsche Mediaagentur, der Vorsprung auf die Verfolger schrumpft allerdings. Das geht aus dem Ranking des Marktforschungsinstituts Comvergence für das Jahr 2018 hervor, für das der Recma-Wettbewerber die Billingvolumina der relevanten Anbieter erfasst hat. Den stärksten Zuwachs unter den Top 10 verzeichnen die Agenturen Initiative und Mindshare.
Für Mediacom Deutschland ermittelt Comvergence ein Billigvolumen von 1,63 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Marktanteil von 10,9 Prozent. Das Flaggschiff der Group M von WPP verliert im Vergleich zum Vorjahr aber 3,4 Prozent der Umsätze. Die im 2. Halbjahr erzielten Etatgewinne (unter anderem Mars) sind dabei allerdings nicht berücksichtigt. Für das Ranking wurden die Werbespendings von 1500 Unternehmen ausgewertet. Basis sind die Brutto-Nielsen-Zahlen, von den pauschal 50 Prozent abgezogen wurden, um Rabatte und sonstige Vergünstigungen zu erfassen.


Auf Platz 2 hinter Mediacom liegt wie in den Vorjahren die Omnicom-Tochter OMD. Sie kann ihr Billigvolumen um 2,7 Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar steigern, was einem Marktanteil von 9,5 Prozent entspricht. Besonders kräftig konnten Mindshare (GroupM/WPP) auf Platz 3 und Initiative (Mediabrands/IPG) auf Platz 8 zulegen. Sie steigerten ihre Billings um rund 19 beziehungsweise 21,4 Prozent. Für Mindshare ermittelt Comvergence ein Volumen von 1,03 Milliarden Dollar, für Initiative 647 Millionen Dollar. Die stärksten Verluste (-28,6 Prozent) muss die Group-M-Tochter Wavemaker hinnehmen.
Die Top 10 in Deutschland
1. Mediacom (Billings: 1,63 Milliarden Dollar; -3,4 Prozent)
2. OMD (1,43 Mrd. Dollar; +2,7 Prozent)
3. Mindshare (1,03 Mrd. Dollar; +18,9 Prozent)
4. Mediaplus (937 Mio. Dollar; +6,2 Prozent)
5. Havas Media (872 Mio. Dollar; +1,4 Prozent)
6. Carat (799 Mio. Dollar; -7,4 Prozent))
7. Wavemaker (797 Mio. Dollar; -28,6 Prozent)
8. Initiative (647 Mio. Dollar; +21,4 Prozent)
9. PHD (638 Mio. Dollar; +9,4 Prozent)
10. Pilot (600 Mio. Dollar; +12,1 Prozent)

Quelle: Comvergence


Auf Holdingebene hat in Deutschland weiterhin Group M mit einem Marktanteil von 24,2 Prozent die Nase vorn. Allerdings schrumpfte das Billingvolumen um 5,4 Prozent auf 3,62 Milliarden Dollar. Dahinter rangieren Omnicom Media Group mit einem Marktanteil von 13,8 Prozent und einem Volumen von 2,07 Milliarden Dollar sowie Magna Global Mediaplus (Marktanteil: 11,8 Prozent, Billings: 1,76 Milliarden Dollar).

Auch weltweilt liegt Group M vorn. Die WPP-Tochter betreut mit ihren Networks Auftragsvolumen im Wert von insgesamt 48,35 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Marktanteil von 17,6 Prozent. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Omnicom Media Group und Publicis Media mit 33 beziehungsweise 32,7 Milliarden Dollar. Während Group M mehr oder weniger stagniert, konnten die beiden Vefolger leicht zulegen.

Insgesamt ermittelt Comvergence für die erfassten Anbieter in 33 Ländern ein Mediavolumen von 275 Milliarden Dollar. 44 Prozent davon entfallen auf den nordamerikanischen Markt, 27 Prozent auf die Region Europe, Middle East and Africa. Bei den Einzelnetworks liegt auf internationaler Ebene OMD auf Platz 1, dahinter folgen Mindshare und Carat. Die 19 erfassten Networks und deren Ableger vereinigen knapp 60 Prozent der weltweiten Billings auf sich, der Rest entfällt auf unabhängige Anbieter. mam
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