Marktforschungs-Tochter

WPP verkauft Kantar an Bain Capital

WPP-Chef Mark Read stößt Kantar ab
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WPP-Chef Mark Read stößt Kantar ab
Seit einigen Wochen wurde bereits verhandelt - jetzt ist die Tinte trocken. WPP verkauft die Mehrheit seiner Marktforschungssparte Kantar an Bain Capital. Die Beteiligungsgesellschaft erwirbt 60 Prozent an dem 1992 gegründeten Daten-, Research und Consultingunternehmen, das im vergangenen Jahr umgerechnet gut 2,8 Milliarden Euro umgesetzt hat.
Bei der Transaktion wurde Kantar laut WPP mit rund 3,56 Milliarden Euro bewertet. Durch den Verkauf will WPP seine Schulden reduzieren und rund 1,2 Milliarden Dollar an seine Anteilseigner zurückgeben. Entsprechend euphorisch wendet sich auch WPP-Chef Mark Read an die Aktionäre des weltgrößten Werbekonzerns. "Diese Transaktion schafft Mehrwert für die WPP-Aktionäre und vereinfacht unser Unternehmen weiter. Mit einer viel stärkeren Bilanz und einer geplanten Rendite von circa 8 Prozent unseres aktuellen Marktwerts an die Aktionäre kommen wir mit unserer Transformation gut voran", sagt Read.


Der Manager, der im September 2018 offiziell die Nachfolge von Martin Sorrell als WPP-Chef antrat, ist zuversichtlich, in Bain Capital den passenden Abnehmer für Kantar gefunden zu haben. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Bain Capital - und darauf, gemeinsam mit dem neuen Mehrheitseigner das volle Potenzial des Marktforschers ausschöpfen zu können, wird Read in einer Stellungnahme von WPP zitiert. "Als strategischer Partner und Anteilseigner werden wir weiterhin vom künftigen Wachstum und unsere Kunden von den Lösungen und Services profitieren", so Read weiter. 

Bei Bain Capital ist man davon überzeugt, das Geld gut angelegt zu haben. "Kantar ist in vielen Bereichen Marktführer", sagt Managing Director Luca Bassi. Bain Capital sehe viele Expansionsmöglichkeiten und wolle kräftig in Technologie investieren, um die Position von Kantar noch auszubauen. mas
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