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Goldregen für Scholz & Friends und Anorak / 49-mal Edelmetall für Deutschland

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Hübscher Schmuck für den Trophäenschmuck: Die LIA-Statuetten
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Hübscher Schmuck für den Trophäenschmuck: Die LIA-Statuetten
Deutschland belegt den 3. Platz im Nationenranking der 34. London International Awards. Ingesamt gehen 49 Edelmetall-Trophäen auf das Konto hiesiger Agenturen. Diese verteilen sich wie folgt: 14-mal Gold, 15-mal Silber und 20-mal Bronze. Im weltweiten Vergleich sind die USA mit 186 Preisen am erfolgreichsten, gefolgt von Großbritannien mit 65-mal Edelmetall.

Die größten Abräumer aus deutscher Sicht sind Scholz & Friends und Anorak Film. Die Agenturgruppe Scholz & Friends gewinnt elf Auszeichnungen, darunter viermal Gold, für Arbeiten im Auftrag der Berliner Philharmoniker, The Female Company und Toppits. Gleich fünfmal Gold und einmal Silber holt die Produktionsfirma Anorak für den Mercedes-Spot "Bertha Benz". Die verantwortliche Kreativagentur Antoni befindet sich dieses Jahr in der Award-Pause und taucht hier deshalb nicht in den Credits auf.
Daneben können auch Grabarz & Partner, Ogilvy und Serviceplan stolz auf ihre Leistung bei der internationalen Kreativshow sein. Ogilvy steht mit der Bahn-Kampagne "No need to fly" gleich siebenmal auf der Gewinnerliste - zweimal wurde die Arbeit sogar vergoldet. Ebenfalls sieben Trophäen gehen auf das Konto von Grabarz & Partner. Darunter ist einmal Gold für das Porsche-Projekt "The 24 Minutes of Le Mans". Bei Serviceplan reicht es immerhin für sechsmal Edelmetall, darunter zweimal Gold für Arbeiten im Auftrag der Berliner Verkehrsbetriebe und Meter Environment. Außerdem kann sich Serviceplan über den Titel "Global Independent Agency of the Year" freuen.


Ein weiterer Sonderpreis geht an Mokoh Music aus Berlin, die zur Regional Radio & Audio Company of the Year for Europe gekürt wurde. Das Team um Stephan Moritz ist unter anderem für die gesamte Audioproduktion des preisgekrönten Porsche-Projekts "The 24 Minutes of Le Mans" verantwortlich. Weitere deutsche Gewinner sind Atelier Brückner, BBDO Group Germany, DDB Group Germany, Heimat, Iconoclast Germany, Kolle Rebbe, Mayd und MRM/McCann.

Bei der Vergabe der Grands Prix ist Deutschland dieses Jahr leer ausgegangen. Die 15 Hauptpreise verteilen sich auf Einsendungen aus Großbritannien, Frankreich, Israel, Schweden und die USA. Darunter sind Arbeiten, die auch schon bei den Cannes Lions zu den großen Gewinnern zählten wie etwa "The Whopper Detour" für Burger King von FCB in New York, "Viva la Vulva" für Essity Libresse / Bodyform von AMV BBDO in London und "ThisAbles" für Ikea von McCann in Tel Aviv.
Generell fällt die Bilanz im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächer aus. Damals gingen rekordverdächtige 111 Preise auf das Konto deutscher Agenturen. Allerdings wurden 2018 mit insgesamt 705 Preisen noch deutlich mehr Auszeichnungen vergeben. Dieses Jahr waren es nur noch 546. Ein Grund dafür könnte sein, dass internationale Award Shows generell mit rückläufigen Einsendungen zu kämpfen haben. Bei den LIAs kämpfen jährlich nur noch knapp 10.000 Beiträge um die begehrten Trophäen. Vor einigen Jahren waren es noch etwa 14.000 Einsendungen. bu

 
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